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Newsletter vom 17. Juni 2010

von , 17.6.10

Der Carta-Newsletter enthält eine Auswahl der Texte und Netzlese-Einträge der letzten Woche.

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Spezial: Berliner Rede zum Urheberrecht der Bundesjustizministerin:

Video: “Berliner Rede zum Urheberrecht” der Bundesjustizministerin
Wie muss das Ur­he­ber­recht auf die di­gi­ta­le Re­vo­lu­ti­on re­agie­ren? Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger skizzierte am 14. Juni in einer “Berliner Rede” ihre Anforderungen an eine Novelle des Urheberrechts im Rahmen des “3. Korbs”. Carta überträgt diese live.

Dokumentation: Berliner Rede zum Urheberrecht von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Carta dokumentiert hier die “Berliner Rede zum Urheberrecht”, die Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am 14. Juni 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gehalten hat.

Robin Meyer-Lucht: Justizministerin dämpft Verlegerhoffnungen auf “finanzielle Wunder” durchs Leistungsschutzrecht
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am Montagabend ihren Willen bekräftigt, ein Leistungschutzrecht für Presseverlage zu schaffen – und zugleich Hoffnungen auf hohe Einnahmen durch dieses neue Schutzrecht gedämpft.

Timo Ehmann: Offener Brief an die Bundesjustizministerin: 6 Fragen zum Leistungsschutzrecht
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger ausgesprochen. Dies wirft viele Fragen auf: Wie passt das Leistungsschutzrecht zur in der Rede dargestellten zentralen Rolle des Urhebers in der kommenden Urheberrechtsnovelle? Welche Konsequenz wird aus dem BGH-Urteil zur Bildersuche gezogen?

Agenda:

Wolfgang Michal: Der fliegende Gerichtsstand braucht ein Flugverbot. Teil V der Serie „Abmahnrepublik“
Auch Anwälte betrachten die Pervertierung des Abmahnrechts mit großer Sorge. Der Missbrauch bringt ihren ganzen Berufsstand in Verruf. Christian Solmecke (Köln), Markus Kompa (Münster), Till Kreutzer (Berlin) und Thomas Stadler (Freising) plädieren für einschneidende Reformen.

Klaus-Peter Schöppner: Das „Jetzt-sind-wir-dran“-Problem der CDU
Die Union schneidet in Umfragen so schlecht ab wie zuletzt bei der Spendenaffäre und kaum jemand erwartet mehr, dass die Politik die Wirtschaft bestimmen kann. Für die Mehrheit der Bevölkerung muss Politik in der Krise jedoch nach dem Motto: „Germany first“ agieren. Verliert die CDU ihr wichtigstes Wahlmotiv “Wirtschaftskompetenz”?

Tim Renner: Hannovernication: “Nichts” ist bei weitem nicht genug.
Was wird ein Bundespräsident Wulff aus Hannover verändern? – Nichts! Das ist das Problem und das Prinzip.

Wolfgang Michal: Ein Loch ist im Golf
Angeregt vom Welterfolg des WM-Hits „Schland O Schland“ haben wir einen echten BOhrwurm für BP geschrieben.


Ökonomie:

Matthias Schwenk: Besser als ein Leistungsschutzrecht ist eine einfache, standardisierte Bezahlplattform
Verlage in Deutschland brauchen kein Leistungsschutzrecht für das Internet. Ihnen fehlt es an Phantasie und einer einheitlichen Bezahlplattform, mit der Paid Content so einfach wie in Apples iTunes wird.

Christoph Kappes: Leistungsschutzrecht: Ein Fremdkörper in der Marktwirtschaft
Die Verleger wollen ein Recht, das gerade das Kerngeschäft ihrer Wertschöpfung schützen soll. Das ist systemwidrig. Eine wirtschaftliche und strategische Sicht auf das Leistungsschutzrecht.


Medien:

Redaktion Carta: Spiegel zur “Trümmerfrau Merkel”: “Aufhören!”
Wenn der Spiegel Horst Köhler stürzen kann, dann wohl auch Angela Merkel. Der neue Spiegel-Titel 24/2010 “Aufhören!” wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ende der Regierung Merkel beschleunigen.

Hubertus Gersdorf: Netzneutralität: Erster Aufschlag der Enquete-Kommission
Am Montag befasste sich die Enquete-Kommission mit einer der Fundamental-Fragen des Internets: Wie hält man es mit der Netzneutralität? Dabei sind Diskriminierungsverbote bereits Teil zahlreicher medienbezogener Gesetze. Die Netzneutralität sollte in Zukunft ein zentrales, aber wohl kein absolutes Prinzip sein. Dass Provider politisch missliebige Inhalte nicht blockieren dürfen, ist aber zum Glück schon längst geklärt.

Felix Neumann: GEZ-Reform: Wie stehst du zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Die zunehmend seltsame Konstruktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Matthias Schwenk: Ein Handbuch für die Facebook-Galaxie
Was Facebook fehlt, ist eine Gebrauchsanweisung. Diese liefert jetzt Annette Schwindt in Form ihres Buches, das bei O’Reilly erschienen ist. Eine Besprechung.

Ulrike Langer: Medienlinks zum Wochenstart: Eingeloggt in zweieinhalb Tagen
Diesmal u.a. mit: einem beispielhaften Volontärsprojekt zu Social Media und Journalismus – vier Argumenten, warum Links bereichern – der Frage, warum Google News jetzt Redakteure Nachrichten kuratieren lässt – einer Analyse zu Gemeinsamkeiten von journalistischem Storytelling und Computerspielen.


Netzlese (Auswahl von Texten anderer Medien):

Thierry Chervel: Wulff muss vor seiner Wahl aus dem Kuratorium von ProChrist austreten
Hannes Hintermeier: Urheberrecht: Hallo, was du da gerade tust, ist illegal
Futurezone: Island: Parlament schützt digitale Medien
Kurt Biedenkopf: Zur Präsidentenwahl – Gebt die Wahl frei!
Redaktion Carta: De Maizière testet seine Internetpolitik vor Vertretern der IT-Industrie
Robin Meyer-Lucht: ARD Deutschlandtrend: Schon lange war eine Regierung nicht mehr so unbeliebt
Steven Pinker: Digital technologies are keeping us smart
Wolfgang Storz: Infotainment. Wir Meinungsspekulanten
Stefan Niggemeier: Die erschütternde Sprachlosigkeit der Kanzlerin
Michael Spreng: Die Zombie-Regierung

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