Netzlese
Robin Meyer-Lucht | 7 Kommentar(e)
Der ARD DeutschlandTrend zeigt: Schwarz-Gelb erreicht Unzufriedenheitswerte, die Rot-Grün in ihren schlechtesten Tagen und die Große Koalition nie erzielten.
16.06.2010 |
Die ARD hat eine Extraausgabe ihres DeutschlandTrends veröffentlicht – den es in ausführlicher Form auch als PDF gibt. In der PDF-Langfassung findet sich dabei auch folgende Grafik:
Demnach erreicht die aktuelle Koalition nun jene Spitzenwerte der Unzufriedenheit, die Rot-Grün vor rund sieben Jahren in ihren schlechtesten Tagen erzielte. Die Geschwindigkeit, mit der die Unzufriedenheit mit Schwarz-Gelb gestiegen ist, ähnelt der Entwicklung der Großen Koalition nach der 2005er Bundestagswahl. Nur findet diesmal alles auf einem höheren Niveau statt. Seit Oktober 2003 war keine Regierung mehr so unbeliebt wie Angela Merkels bürgerliches Bündnis.




[...] via: ARD Deutschlandtrend: Schon lange war eine Regierung nicht mehr so unbeliebt — CARTA
Meine Lieblingsgrafik aus dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend ist ja diese hier (via).
Ich stelle mir das so vor: Wulff gewinnt Präsidentenwahl, Union will Spitzensteuersatzerhöhung, Neuwahlen – und dann scheitert die 18%-Partei an der 5%-Hürde. Deswegen sollte die Regierung noch ein paar Monate durchhalten.
[...] This post was mentioned on Twitter by Carta, Michael Lohmann. Michael Lohmann said: RT @carta_: http://bit.ly/bspycV ARD Deutschlandtrend: Schon lange war eine Regierung nicht mehr so unbeliebt [...]
@Tharben:
Die hier ist aber auch nicht schlecht:
http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/crbilderstrecke132_mtb-1_pos-4.html
@rml (#4)
Hmm .. nee, Robin, das finde ich nicht so schön. Ich bleibe bei meiner Maxime: Merkel sollte weiterhin beliebt sein, wenigstens noch einige Monate. Der Regierungsvorsitz wird ihr noch früh genug abhanden kommen.
Warte. Kommt nach Merkel nicht der Koch? Du Schlawiner, du! Natürlich brauchen wir noch die Merkel. Schlimmer geht es immer.
Interessante Grafik. Schade ist, dass der Anfang von Rot/Grün unter Schröder nicht dabei ist.
Regieren ist wie WM-Vorrunde: es zählt das Ergebnis und nicht die Leistung. Helmut der zweite war in den Umfragewerten stets unterirdisch und niemand gewann so viele Wahlen wie er.
Außerdem braucht man eine gegnerische Mannschaft um ein Spiel zu verlieren.
Die SPD hat zur Zeit aber weder Torwart noch Stürmer.
Es wirft schon ein besonderes Licht auf die Volkspartei mit 0,5 Mio Mitgliedern, wenn ein ehemaliger Kofferträger und ein Berufsschullehrer mit einer Dünnbrettbohrerschwallblahfachkombination par excellence die Sturmspitzen darstellen sollen. Ein Duell zum jetzigen Zeitpunkt dürfte angesichts der Abwehrkette deMaizière, vonGuttenberg, Röttgen im fachlichen und argumentativen Spiel ausgehen, wie ein Spiel der Nationalmannschaft gegen eine B-Mannschaft aus Oberliga. Derzeit wäre man in der linken Feldhälfte nicht mal in der Lage, einen Elfmeter ohne Torwart zu platzieren, selbst wenn die FDP in die Regionalliga zwangsabgestiegen werden sollte.
Das von rot/grün in Hessen und NRW zur Schau gestellte Verantungsunbewusstsein lässt selbst die Piratenpartei wie eiskalte Politprofis erscheinen, während die Linken sich momentan durch dumme Schiedsrichterschelte selbst vom Platz stellen. Um den Sprachgebrauch der Kanzlerin zu bemühen: Die aktuelle Regierung ist alternativlos.