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Christian Stöcker: “Die Vorteile eines freien Netzes überwiegen seine Nachteile”

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Christian Stöcker (SpOn) mit einem Plädoyer für das freie und neutrale Netz: über die segensreiche Dummheit des Netzes, über Etikette statt Exhibitionismus-Klagen und über Urheber- und Bürgerrechte. Ein 13-Minuten-Video.

 

Aktuell

Christian Stöcker: “Die Vorteile eines freien Netzes überwiegen seine Nachteile”

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Rot-rot-grüne Perspektiven

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Zehn gute Gründe, warum man 2009 Blogs lieber gelesen haben sollte

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Paywalls und Leistungsschutzrecht: Wenn der Leser nicht will, wie die Verlage wollen

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Monopoly im E-Book-Markt: Amazon gegen Apple und die Rolle der Verlage

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Wie man Gebührenzahler nicht gewinnt

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Private Fernsehanbieter fordern “Hadopi light” zum Schutz ihrer Urheberrechte im Netz

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Netzlese:

Alles Gute vom Computer

Soziale Netzwerke steigern die Anzahl der Gratulationen bei Geburtstagen und sorgen für regelrechte Glückwunsch-Tsunamis. Wächst auch die Freude? Notizen von Peter Glaser.

Jaron Lanier

Mit den Ausführungen von Jaron Lanier – der im Spiegel-Interview meinte, bei anonymen Netzdiskussionen verwandelten sich die Diskutanten automatisch in eine Meute, beschäftigt sich das Blog SurfGuard: “Abgesehen davon, dass … eine phänomenologische Beobachtung (Menschen wollen im Internet „anonym“ sein) als Wirkung einer Absicht, sogar eines „Glaubens“ diskreditiert werden soll, vernachlässigt Lanier völlig die hinter der Anonymität stehende gesellschaftliche Notwendigkeit und das persönliche Bedürfnis.” [via]

Das rundum gute Internet

Lapidar resümiert Stefan Schulz bei den Sozialtheoristen den Stand der Internetdiskussion, die sich seiner Ansicht nach so darstellt:
“Das Internet macht Spaß, hilft, vereinfacht, beschleunigt, stellt Nähe her, unterhält und informiert. Das Internet kann in seinem gegenwärtigen Zustand als rundum gut bezeichnet und beschrieben werden. Und wer doch was zu mäkeln hat, hat es eben noch nicht richtig verstanden.”

Mein Hirn gehört mir

In der Welt beschäftigt sich Jakob Augstein mit den Debatten um Frank Schirrmachers “Payback”. Bedeutsam daran sei weniger das öffentlichkeitswirksame Geständnis einer digitalen Überforderung, sondern die Erweiterung der Perspektive auf die Digitalisierung: “Es ist legitim, sich über die Zukunft der Medien zu sorgen. Aber die Sorge greift zu kurz: Es geht um nichts weniger als das Schicksal des Individuums, das sich mit seiner Identität und seiner Zukunft im Digitalen aufzulösen droht. Ist das in aller Tragweite erkannt?”

Dunkle Pastorale

Bei Getidan meditiert Georg Seeßlen über die Möglichkeit guten Regierens und über Hirten und Landesherren: “Wenn also Koch ein sozialer Hassprediger ist, dann ist Angela Merkel die Mutter des nationalen Nullsprech. Neben den Hirten tritt die Landesherrin, die sich und ihre Untertanen dem Land gegenüber blinder macht als es Potemkin gegenüber dem Zaren mit seinen berühmten Dörfern gelang.”

Ich will wissen, was ihr wisst

Der Chaos Computer Club hat das Konzept eines Datenbriefs vorgestellt, der jedem Bürger Auskunft über die bei Behörden, Unternehmen und weiteren Institutionen gespeicherten personenbezogenen Daten geben soll. Die FAZ fasst die Forderungen zusammen.

Die Angst regiert mit

Bei Zeit Online werfen Matthias Geis und Bernd Ulrich einen Blick auf die 100 Tage der schwarz-gelben Regierung: “Die negative Bilanz würde diesen Rahmen sprengen. Man muss das auch nicht mehr niederschreiben. Was schiefläuft in der schwarz-gelben Koalition, steht jeden Tag in allen Zeitungen.”

Warum Google schlecht (und Facebook gut) für Zeitungen ist

Google News ist nicht gut für Zeitungen, erläutert Mark Cuban auf seinem Blog. Er begründet es damit, dass die Menge der auf Google News aufgelisteten Artikel suggeriere, diese seien alle gleich(wertig) und damit austauschbar. Das aber schade der Marke einer Zeitung. Da passt es ins Bild, dass Facebook als Traffic-Bringer Google News inzwischen überholt hat, wie Meedia berichtet. Wozu als Zeitung also noch bei Google News gelistet bleiben?

Bankenregulierung? Fehlanzeige!

In den Blättern für deutsche und internationale Politik blickt Lucas Zeise auf die Pläne zur Bankenregulierung im Gefolge der Finanzkrise zurück. Sein Urteil: “Bis auf einige Minikorrekturen und Vorschläge zur Erhöhung des regulatorischen Eigenkapitals der Banken, die in wer weiß wie vielen Jahren vielleicht verwirklicht werden sollen, ist nichts, einfach gar nichts an ernsthafter Regulierung geschehen.”

Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung

Susanne Gaschke hat ein Buch geschrieben, dass “Strategien gegen die digitale Verdummung” der Digitalisten, wie sie sie nennt, entwickeln will. Felix Schwenzel hat sich durchgearbeitet: “Ich vermute, sie will einfach ihre Ruhe (und Recht) haben, sie will das dieses Geschnatter weggeht, dass ihre und die Stimmen ihrer intellektuellen Mitstreiter wieder da sind, wo sie hingehören: ganz oben, da wo die Deutungshoheit und Relevanz sie sanft umwehen.”

Das iPad ist nur eine Fernbedienung

In der FAZ beschreibt “Schockwellenreiter” Jörg Kantel Apples neues iPad als Traum der Medienkonzerne: statt einer Universalmaschine eine geschlossene Abspielplattform als Einbahnstraße: “Stellen wir uns einmal vor, wie das Internet aussähe, hätte es die App-Stores schon in den neunziger Jahren gegeben: keine alternativen Browser wie Firefox, keine Wikipedia, keine Weblogs und kein YouTube, und auch Google wäre mit seiner spartanischen Suchmaschine sicher nicht am Torwächter der App-Stores vorbeigekommen.”

Internetsperren und Nutzeridentifizierung in Belarus

Bei kulturama.org berichtet Olga Kapustina über geplante Einschränkungen des Internetzugangs in Weißrussland. Ein Erlass von Präsident Lukaschenko sieht eine zwingende Nutzeridentifizierung vor und bietet die Möglichkeit, missliebige Inhalte und ausländische Top-Level-Domains zu sperren.

Ist ein Umdenken bei Kommentaren notwendig?

Beim Tech-Blog Engadget wurden angesichts ausufernden Streits die Kommentare zeitweise deaktiviert – eine Funktion, die bislang als essenziell galt. Bei netzwertig vertritt Martin Weigert die Ansicht, eine Beschränkung der Kommentare auf authentifizierte Benutzer sei sinnvoll.

Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse

Bei Indiskretion Ehrensache beschäftigt sich Thomas Knüwer mit den Feuilletons von Frank Schirrmacher und Andrian Kreye zum iPad: “Kreye unterliegt in seiner Einschätzung einem Fehler, fürchte ich, den viele machen – auch Schirrmacher. Sie trennen digitale und nicht-digitale Welt. Letzterer schreiben sie immer Weltbeherrschungswillen zu.”

Der Staat ist hier kein Hehler

Kleines Rechtsseminar in der Süddeutschen: Heribert Prantl beschäftigt sich mit der Diskussion um den geplanten Ankauf der Steuerhinterzieher-Daten und möchte die Argumente des Datendiebstahls, der Hehlerei und des Beweisverwertungsverbots nicht gelten lassen. Sein Fazit: da es nicht um einen Eingriff in die Privats- oder Intimsphäre, sondern in die Geschäftssphäre gehe, wiege das Strafverfolgungsinteresse stärker.

Metaphernschule: Sorge tragen

Im Rhetorik-Blog “Reden für eine neue Welt” betrachtet Hans Hütt die Wendung vom “Sorge tragen”, wie sie Angela Merkel gern verwendet: “Das Sorgetragen ist historische Abbreviatur, Abkürzung wie Zusammenfassung und Finale quälendster politischer Prozesse. Das Schönste am Sorge tragen aber ist die darin eingebaute Panzerung.”

 
 

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