«Konjunkturpaket II»: Halbherziger geht es kaum
Beim Konjunkturpaket II passt kaum etwas zusammen: zu geringes Volumen, zu zögerliches Vorgehen, fehlende zeitliche Begrenzung, mangelnder Richtungssinn. Allein der Konjunktureffekt des geringen Ölpreises sollte höher ausfallen als die Wirkung dieses Pakets. Ein Konjunkturpaket III scheint nicht mehr fern.
Vorschlag zur «Schuldenbremse»: Friss die Hälfte
Die geplante «Schuldenbremse» ist eine fiskalische Rosskur, die zum Scheitern verurteilt ist. Sie erinnert an die Logik eines Übergewichtigen, der morgen mit einer strengen Diät beginnen will und sich heute noch mal ordentlich den Bauch vollschlägt. Der Staat sollte es mal mit «FdH» versuchen, bevor er sich völlig überfordert.
Erbarmen! Zu spät, die Retter kommen.
Dass staatliches Eingreifen in Zeiten wie der derzeitigen Krise grundsätzlich notwendig ist, ist unbestritten. Allerdings gilt das nicht für alle Maßnahmen und jede Bürgschaft und Subvention. Die Gefahr ist groß, dass das Kind nun mit dem Bade ausgeschüttet wird.
Das Internet, die Musik und das liebe Geld
Ist Musik im Internet ein «freies Gut» oder «Allgemeingut»? Führt die digitale Distribution automatisch zu Überangebot und Preisen von Null? Die Berliner Philharmoniker meinen: nein.
Konjunkturpaket II: 25 Kinder = 1 Altauto
Es gibt in Deutschland etwa 15 Millionen Kinder unter 18 – und es gibt 15 Millionen Altautos. Für jedes Kind hält das Konjunkturpaket II 100 Euro bereit, für jedes Altauto 2500. Da weiß man, welche Lobby in Berlin wirklich Dampf zu machen versteht.
Der Wächterstaat als Wirtschaftsmagnat?
Die Commerzbank-Arena müsste tatsächlich in Peer-Steinbrück-Stadion umgetauft werden. Der Widerstand gegen eine massive Ausdehnung der Staatstätigkeit ist bedrückend gering – der «Neo-Etatismus» floriert.
Staats-Commerz-Bank: böse oder nur hässlich
Il buono, il brutto, il cattivo heisst ein Western von Sergio Leone, auf deutsch unter dem Titel “Zwei glorreiche Halunken” herausgekommen. Quentin Tarrantino zählt ihn zu seinen Lieblingsfilmen, heisst es.
Keine frohe Weihnachtspost für die Deutsche Post AG
Kurz vor Weihnachten erklärte ein Gericht die Rechtsverordnung für unzulässig, welche einen flächendeckenden Mindestlohn für die gesamte Postbranche vorsieht. Richtig, findet Justus Haucap: Der Post-Mindestlohn habe kein anderes Ziel, als die Post vor Wettbewerb zu schützen.