Alexander Missal 18.02.09

Der erste Blogger: Samuel Johnson

Blogs gibt es seit ungefähr zehn Jahren, wenn man sie rein technologisch mit der Entwicklung des Internets definiert. Doch als Medium sind sie viel älter. Der britische Publizist und Literaturkritiker Samuel Johnson (1709-1784) könnte der erste Blogger gewesen sein. Und dafür sollte man ihm ein Denkmal setzen.

Robin Meyer-Lucht 11.02.09

«Konjunkturpaket II»: Halbherziger geht es kaum

Beim Konjunkturpaket II passt kaum etwas zusammen: zu geringes Volumen, zu zögerliches Vorgehen, fehlende zeitliche Begrenzung, mangelnder Richtungssinn. Allein der Konjunktureffekt des geringen Ölpreises sollte höher ausfallen als die Wirkung dieses Pakets. Ein Konjunkturpaket III scheint nicht mehr fern.

Berthold U. Wigger 10.02.09

Vorschlag zur «Schuldenbremse»: Friss die Hälfte

Die geplante «Schuldenbremse» ist eine fiskalische Rosskur, die zum Scheitern verurteilt ist. Sie erinnert an die Logik eines Übergewichtigen, der morgen mit einer strengen Diät beginnen will und sich heute noch mal ordentlich den Bauch vollschlägt. Der Staat sollte es mal mit «FdH» versuchen, bevor er sich völlig überfordert.

Matthias Schwenk 07.02.09

Xing & Co.: Die neuen Aggregationsmächte im Nachrichtenmarkt?

Während Zeitungen noch nach Online-Geschäftsmodellen ringen, verdienen Xing & Co. bereits prächtig an den Diskussionen ihrer Mitglieder. Der Gesprächsstoff hierfür kommt aus den Verlagen, die aufpassen sollten, nicht bloß Steigbügelhalter der Netzwerke zu sein.

Wolfgang Michal 06.02.09

Heiteres Berufe zertreten oder: Der Blog als Beichtstuhl und Pranger

Der Blog Medienlese hat eine neue Boulevardform für sich entdeckt: den „anonymen Brief“ zur Denunzierung eines Berufsstandes, den Print-Redakteur. Das Eindreschen auf Holzmedien und ihre Protagonisten funktioniert im Netz todsicher. Doch schon Brecht wusste: Jedes Verbrechen hat Name, Anschrift und Gestalt. Das Gleiche gilt für Zivilcourage.

Stephan Ruß-Mohl 06.02.09

Aus der Zeitungskrise mit Heuschrecken oder Patriarchen? Wie wär`s mit Volksaktien?

Wenn Zeitungen jetzt an Milliardäre und Oligarchen fallen, wünscht sich so mancher „kulturell eingebundenes“ Kapital zurück. Doch statt auf einen neuen Axel Springer zu hoffen, sollte man lieber über «Volksaktien» nachdenken.

Klaus-Peter Schöppner 04.02.09

Die letzte Chance der SPD

Zerstritten, kein Profil, kein Konzept, kein sozialdemokratischer Markenkern. Die SPD steht heute für Beliebigkeit — schlimmer: völlige Ungewissheit. Die Sozialdemokratie hat keine Minute mehr zu verlieren, ihre Partei rigoros umzupolen. Andernfalls droht das schlechteste Wahlergebnis seit 1949, obwohl das Land nach links rückt. Ein Therapie-Vorschlag.

Robin Meyer-Lucht 03.02.09

DB ist der neue DFB

Es ist schon atemberaubend, wie schnell nun eine um die andere altbundesdeutsche Institution ihr Unvermögen im Umgang mit der digitalen Öffentlichkeit präsentiert. Der Abmahnversuch der Deutschen Bahn gegenüber Netzpolitik.org ist PR-Harakiri und nicht zu gewinnen.

Wolfgang Michal 03.02.09

Ein «Geschäftsmodell» ist kein Dogma. Plädoyer für eine offene Debatte über den Netzjournalismus

Überzeugende Geschäftsmodelle für das professionelle Schreiben im Netz findet man eher selten. Es gibt nur ein paar Ideen, Experimente und fromme Wünsche. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht.

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