Das Behagen an der Unkultur
Im Perlentaucher-Redaktionsblog konstatiert Thierry Chervel ein Versagen der Öffentlichkeit im Gefolge des Streits um Westergaards Mohammed-Karikaturen: «Die Feuilletons sind zu Schutz- und Ausweichräumen eines immer mehr zum Pfäffischen tendierenden juste milieu geworden, das sich von den eigenen Traditionen der Kritik und des Witzes längst abgeschnitten hat.»
Wieso Holzmedien bei Google-Kritik versagen
Für Andreas Braendle verweisen die Berichte der Printmedien in Sache Google vor allem auf das eigene Unvermögen: «Die seltsame Argumentation hört sich meist so an, wie wenn Fährenbetreiber einen Autofahrer davon überzeugen wollen, nicht mit der neuen Brücke den Fluss zu überqueren, sondern weiterhin die Fähre zu nehmen – weil sie langsamer und teurer ist.» […]
SPD will um Wähler der Piratenpartei werben
Björn Böhning soll einen Gesprächskreis «Netzpolitik» innerhalb der SPD-Medienkommission leiten – und so um Piratenwähler werben. Auch Sascha Lobo soll wieder dabei sein.
Gärten anlegen im Daten-Tsunami
Uwe Ebbinghaus interviewt in der FAZ-Reihe «Wie hat das Internet ihr Denken verändert» Alexander Kluge zum Thema: «Man muss also vor dem Internet keine Angst haben.»
User ohne Eigenschaften
Beim Freitag beschäftigt sich Katrin Schuster mit den populären Apps für Facebook oder das iPhone: «Applikationen auf Smartphone und im sozialen Netzwerk organisieren Erfahrungen, nachdem Sinnlichkeit ausgelagert ist. Kein Grund zum Pessimismus»
Lesen, Schreiben
Bei VAGUE schreibt Peter Praschl in 21 Punkten über E-Books: “Lauter total verstockte Hinterwäldlereinwände, ich weiß das schon.”
«Es gibt kein Zurück in die Zeit vor Facebook»
Ein Interview mit “Web-Expertin Kathrin Passig” bringt tagesschau.de, in dem Passig über die aktuellen Debatten um Facebook befragt wird.
Alles ist getrackt
Im Netz macht gerade ein Interview die Runde, das mit einem anonymen Facebook-Mitarbeiter geführt worden sei. Julia Seeliger kommentiert die Sache in der taz.
Der Aufstieg des Interessen-Staats
Google hat seine «diplomatischen Beziehungen» mit China abgebrochen. Jeff Jarvis analysiert, was das für Nationalstaaten bedeutet.