Lieber spät als falsch
Nachdem die dpa mehrfach auf Falschmeldungen hereingefallen ist, hat ihr Chef Wolfgang Büchner in einem Schreiben neue Regeln für Prüfung und Nachrecherche aufgestellt. Büchner darin: «Wenn der Preis dafür weniger und dafür bessere Meldungen sind, sollten wir diesen Preis zahlen.» Eine ausführliche Dokumentation findet sich in Stefan Niggemeiers Blog.
Why Twitter Wants to Know Where You Are
Twitter führt das Feature «Local Trends» ein. Jennifer van Grove bringt bei Mashable Details und einen Rückblick: «In the beginning there was the tweet and on the seventh day the tweet became location-aware.»
Ende der freien Kommunikation im Internet?
Im Blog des Providers 1&1 äußert sich Saskia Franz kritisch zur geplanten Novellierung des Staatsvertrages zum Jugenmedienschutz: «Im Namen des Jugendmedienschutzes könnte es (…) zu einem Paradigmenwechsel kommen, der die freie Kommunikation im Internet in Frage stellt. Die Verpflichtungen (…) würden faktisch den Aufbau einer Filterinfrastruktur für das gesamte Internet erfordern.»
Nicht alle Lokalzeitungen sind schlecht
schreibt Ulrike Langer in ihrem Blog (Medial Digital) und belegt dies mit Beispielen. Damit bietet sie eine gute Replik auf den Blog-Journalisten Hardy Prothmann (heddesheimblog), der in einem Interview mit Marian Semm die Situation in Heddesheim schildert und dabei den traditionellen Lokaljournalismus ziemlich über einen Kamm schert.
Der Spiegel im Netz der Giganten
Das Internet wird immer mehr zu einer Spielwiese von einigen wenigen Unternehmen, behauptet Konrad Lischka auf Spiegel Online. Mit Sorge blickt er auf Amazon, Apple, Facebook und Google. Wäre seine Einstellung eine andere, wenn auch deutsche Adressen das Web mitformen würden?
Google-Bashing: Zur politischen Ökonomie einer Suchmaschine
Google gilt vielen derzeit als Inbegriff des Bedrohlichen. Angebracht wäre es dagegen, Google als rational handelndes Wirtschaftsunternehmen zu begreifen. Erst dann ließen sich unbegründete Ängste von tatsächlichen Gefahren unterscheiden.
Jaron Lanier: Der Anti-Voltaire
Marcel Weiss hat den «dirty job» übernommen, sich an Jaron Laniers F.A.Z.-Thesen abzuarbeiten. Sein Ergebnis: Lanier wiederholt nur den Kulturpessimismus der Konservativen.
Bezahlmodell(e) für Zeitungen
Das Problem der meisten Verlage im Medienwandel liegt nicht im Internet, sondern in den hohen Kosten für Print. Thomas Baekdal fordert deshalb, dass Zeitungs- und Buchverlage in ihrer Kostenrechnung strikt zwischen Print und Online trennen sollten: Online könne Print nicht quersubventionieren.
Angst vor Google: Gedanken zu einer Debatte
Thomas Wanhoff beschäftigt sich bei KoopTech mit Susanne Gaschkes Zeit-Artikel «Im Google-Wahn«.