Jaron Lanier
Mit den Ausführungen von Jaron Lanier – der im Spiegel-Interview meinte, bei anonymen Netzdiskussionen verwandelten sich die Diskutanten automatisch in eine Meute, beschäftigt sich das Blog SurfGuard: «Abgesehen davon, dass … eine phänomenologische Beobachtung (Menschen wollen im Internet „anonym“ sein) als Wirkung einer Absicht, sogar eines „Glaubens“ diskreditiert werden soll, vernachlässigt Lanier völlig die hinter […]
Das rundum gute Internet
Lapidar resümiert Stefan Schulz bei den Sozialtheoristen den Stand der Internetdiskussion, die sich seiner Ansicht nach so darstellt: «Das Internet macht Spaß, hilft, vereinfacht, beschleunigt, stellt Nähe her, unterhält und informiert. Das Internet kann in seinem gegenwärtigen Zustand als rundum gut bezeichnet und beschrieben werden. Und wer doch was zu mäkeln hat, hat es eben […]
Mein Hirn gehört mir
In der Welt beschäftigt sich Jakob Augstein mit den Debatten um Frank Schirrmachers «Payback». Bedeutsam daran sei weniger das öffentlichkeitswirksame Geständnis einer digitalen Überforderung, sondern die Erweiterung der Perspektive auf die Digitalisierung: «Es ist legitim, sich über die Zukunft der Medien zu sorgen. Aber die Sorge greift zu kurz: Es geht um nichts weniger als […]
Warum Google schlecht (und Facebook gut) für Zeitungen ist
Google News ist nicht gut für Zeitungen, erläutert Mark Cuban auf seinem Blog. Er begründet es damit, dass die Menge der auf Google News aufgelisteten Artikel suggeriere, diese seien alle gleich(wertig) und damit austauschbar. Das aber schade der Marke einer Zeitung. Da passt es ins Bild, dass Facebook als Traffic-Bringer Google News inzwischen überholt hat, […]
Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung
Susanne Gaschke hat ein Buch geschrieben, dass «Strategien gegen die digitale Verdummung» der Digitalisten, wie sie sie nennt, entwickeln will. Felix Schwenzel hat sich durchgearbeitet: «Ich vermute, sie will einfach ihre Ruhe (und Recht) haben, sie will das dieses Geschnatter weggeht, dass ihre und die Stimmen ihrer intellektuellen Mitstreiter wieder da sind, wo sie hingehören: […]
Das iPad ist nur eine Fernbedienung
In der FAZ beschreibt «Schockwellenreiter» Jörg Kantel Apples neues iPad als Traum der Medienkonzerne: statt einer Universalmaschine eine geschlossene Abspielplattform als Einbahnstraße: «Stellen wir uns einmal vor, wie das Internet aussähe, hätte es die App-Stores schon in den neunziger Jahren gegeben: keine alternativen Browser wie Firefox, keine Wikipedia, keine Weblogs und kein YouTube, und auch […]
Internetsperren und Nutzeridentifizierung in Belarus
Bei kulturama.org berichtet Olga Kapustina über geplante Einschränkungen des Internetzugangs in Weißrussland. Ein Erlass von Präsident Lukaschenko sieht eine zwingende Nutzeridentifizierung vor und bietet die Möglichkeit, missliebige Inhalte und ausländische Top-Level-Domains zu sperren.
Ist ein Umdenken bei Kommentaren notwendig?
Beim Tech-Blog Engadget wurden angesichts ausufernden Streits die Kommentare zeitweise deaktiviert – eine Funktion, die bislang als essenziell galt. Bei netzwertig vertritt Martin Weigert die Ansicht, eine Beschränkung der Kommentare auf authentifizierte Benutzer sei sinnvoll.
Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse
Bei Indiskretion Ehrensache beschäftigt sich Thomas Knüwer mit den Feuilletons von Frank Schirrmacher und Andrian Kreye zum iPad: «Kreye unterliegt in seiner Einschätzung einem Fehler, fürchte ich, den viele machen – auch Schirrmacher. Sie trennen digitale und nicht-digitale Welt. Letzterer schreiben sie immer Weltbeherrschungswillen zu.»