Digitale Ahnungslosigkeit: Alte und neue Medien kennen sich gegenseitig nicht
Dass die Macher der alten Medien oft wenig vom Internet verstehen, ist bekannt. Vertretern der neuen Medien geht es umgekehrt aber kaum besser. Die Netz-Evangelisten prahlen mit Reichweite und Netzwerkmacht, während die Skeptiker zurecht die Frage nach den Umsätzen stellen.
Eine unheilige Allianz: Idealisten und Neoliberale bedrohen das Urheberrecht
In der Schlacht um das geistige Eigentum geraten die Fronten hierzulande durcheinander. Gibt es eine Mesalliance gegen die Kreativen?
Medienlinks zum Wochenstart
Diesmal mit: Nicholas Carr und der Content-Zwischenhandel – Yahoo! News und TV-Websites – adaptionswillige Journalisten – hyperlokale Websites – Netzpionier-Portraits – niedliche Robos.
YouTube vs. GEMAismus: Das Revival des General Ludd
Das Copyright ist nicht für ein digitales Zeitalter und eine gigantische Kopiermaschine wie das Internet erdacht worden. Wer Gerechtigkeit will, braucht, wie zu Ludds Zeiten, nicht weniger Maschinen, sondern eine Diskussion über die Verantwortung der Besitzer und der Verteilung des Mehrwerts.
Schutzlos ausgeliefert? Hegemanns Fabel zum Leistungsschutzrecht
Die Zeitungsverlage rufen immer lauter nach einem Urheberleistungsschutzrecht. Es könnte ihnen mehr Einnahmen bringen, dem Netz aber auch eine Art «Zitier-Gema». Das Kernproblem der Verlage löst es nicht. Eine Replik auf Jan Hegemanns Text in F.A.Z. über die «Schutzlosigkeit» im Internet.
Kann gutes Design Zeitungen retten?
Für gedruckte Zeitungen ist gutes Design extrem wichtig. Jacek Utko, Architekt und Designer aus Polen weiß das, denn Zeitungen, deren Design von ihm radikal überarbeitet wurde, verzeichnen seither hohe Auflagenzuwächse.
Die Macht des Establishments
Das Internet stellt die Meinungsmacht etablierter Medien in Frage. Doch die Meinungsmacher im Wahljahr sind zunächst einmal die altbekannten.
Drei-Stufen-Test: NDR Rundfunkrat im Aufsichtsabseits
Das Ergebnis des ersten Drei-Stufen-Tests ist mehr als ernüchternd: Pauschalisierende Lob-Formeln statt konkrete Analysen, Appelhof-Tonfall statt Prüfung. Lediglich die Verfahrensregeln wurden eingehalten. Der ernsthafte Versuch von Aufsicht wurde nicht unternommen; er wurde mit großer Geste ignoriert.
Wissenschaft, Journalismus, Internet: Das große Desinteresse der Forscher
Auch der Wissenschaftsjournalismus leidet unter der Krise der klassischen Medien. Dabei bot er zuletzt häufig nicht mehr als Verlautbarungs-Bleiwüsten und den Hang zur übereinfachen Antwort. Im Netz könnte er sich im Dialog mit bloggenden Wissenschaftlern neu erfinden – wäre da nicht das große Desinteresse vieler deutscher Forscher.