US-Zeitungen „im freien Fall“
Der Bericht «State of the News Media» zerstört so machen Mythos: Dass eine fragmentierte Medienlandschaft mehr Themen umwälzen würde, etwa. Oder die Legende vom Internet-Wahlkampf von Obama.
That’s shift, baby!
«Jede Konferenz badet in sich selbst», meinte Johnny Häusler noch 2007, anlässlich der ersten re:publica. Und der Organisator fügte hinzu: «Warum sollten sich die Blogger nicht einmal selbst zelebrieren?» Das Zitat ließe sich auch auf die dritte Re:publica anwenden. Denn die „digitale Avantgarde“ dreht sich weiterhin um sich selbst und weiß mit der neu gewonnen medialen Macht wenig anzufangen.
Herr Diekmann und sein Geburtsfehler
Nun weinen sie – weil sie das Internet unterschätzt haben. Zehn Jahre lang haben sie geschlafen. Jetzt erst begreifen Verleger und Großjournalisten, dass ihnen ein Geschäftsmodell fehlt.
In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?
Peter Glaser hat einen sehr lesenswerten Essay über die Internet-Gesellschaft geschrieben, in der er leben möchte. Eben auf der Republica vorgetragen und hier ist der Link.
Shift happens: Nur wo?
«Shift happens» ist das mutige Motto der Social-Media-Konferenz re:publica, die in diesen Tagen zum dritten Mal in Berlin stattfindet. Aber was will man damit sagen? Dass das Web 2.0 inzwischen auch in Deutschland angekommen ist?
Das große Unbehagen der Großjournalisten mit dem Internet: heute mit Peter Frey
ZDF-Hauptstadtstudioleiter Peter Frey warnte gestern noch einmal vor den Gefahren der neuen Online-Freiheit: Botschaften würden «ungeprüft» publiziert. Der orientierende Flaschenhals der Massenmedien gehe verloren. Dazu Steffi Lemke von den Grünen: «Herr Frey, die Vorstellung, dass Sie mein Flaschenhals sind, behagt mir nicht.»
Macht das Ding aus! Die Ära des Fernsehens ist vorbei.
Plötzlich war es nicht mehr da, das Fernsehen. Leise, still und heimlich verschwand es aus unserem Horizont: Wie das kam und warum Freundschaft das bessere Versprechen als Fernsehen ist – für alle!
Digitale Kulturindustrie: Marek Lieberbergs planloser Kreuzzug gegen das Internet
Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg hat einen Text geschrieben, der vor Generalisierungen und Vereinfachungen nur so strotzt. Kernthese: Das Internet enteigne die gesamte Kreativbranche. Lieberberg versucht so unter dem Banner «Entrechtung» eine kulturpolitische Allianz gegen das Internet zu bilden. Das Ergebnis sind plumpe Netz-Ressentiments.
Online-Spiele sind die neue Rockmusik: Das ideale Feindbild konservativer Hinterbänkler
Als vor zehn Jahren das schreckliche Massaker an der Columbine High School stattfand, zeigte man in der ARD einen Ausschnitt aus dem Cure Video «Killing an Arab». Der Reflex funktioniert noch immer, lediglich die gute, alte Rockmusik hat ihre Position als bedrohliche, fremde Welt verloren. Niemanden interessiert sich mehr dafür was Robert S., Tim K. oder andere Mörder für Musik hören. Dafür stehen nun Computerspiele als bedrohliches Chiffre für jugendliche Eigenwelten. Toll für Journalisten, die mit einfachen Modellen versuchen müssen das Unfassbare greifbar zu machen.