Alf Frommer 16.04.15

Klaus Bednarz und wir

Mit Klaus Bednarz stirbt ein Stück Journalismus.

Nils Heisterhagen 15.04.15

Es braucht eine Agenda für die Industrie 4.0

Politik und Wirtschaft forcieren den Aufbruch in eine neue Zeit. Doch um die erhofften Wachstums- und Wohstandseffekte zu erzielen, müssen sie auch die sozialen Fragen der digitalen Wende offen thematisieren. Nur so kann verhindert werden, dass der erforderliche Gestaltungsdiskurs zum Angstdiskurs wird.

Oliver Schmidt 14.04.15

Missverständnisse 4.0

Auf der Hannover Messe trifft sich derzeit die globale Industrie und nimmt das Thema Digitalisierung ins Visier. Viel ist von Prozessoptimierung die Rede, Industrie 4.0 ist aber mehr als das Andocken smarter Computersysteme an Produktionsverfahren. Wer die Digitalisierung in ihrer Komplexität unterschätzt, den reißt sie mit und begräbt ihn unter sich.

Hans-Jürgen Arlt 13.04.15

Mittelschicht: Hoffnungsträger und Verzweiflungstäter

Über die Mittelschicht kursieren drei Erzählungen, die huldigende, die eilige und die dramatische. Die huldigende Erzählung kürt sie zur tragenden Säule unserer Gesellschaft. Die eilige sieht sie als leicht verführbare Protestierer. Die dramatische erklärt sie zum panischen Schurken der Neuzeit, der gestern den NS-Massenmördern zur Macht verhalf und heute zu allem fähig ist.

Hans-Jürgen Arlt 08.04.15

Digitale Bohème oder Online-Proleten?

Die einen haben die Moneten, die anderen sind die Proleten. Teilt man die Gesellschaft trennscharf in Kapital und Arbeit, kommt man auf solche Sprüche. Sie haben die Aussagekraft von „Stadt, Land, Fluss“ als Beschreibung des Festlandes unseres Planeten. Ist daran etwas Falsches? Oder nur zu wenig Richtiges?

Liane Bednarz 07.04.15

Wider die Gewöhnung an die Verrohung

Die große Empörung über PEGIDA ist abgeklungen. Dabei hat sich ihr Gedankengut sich längst bis weit in die bürgerliche Mitte hineingefräst. Die Zunahme von Angriffen auf Flüchtlingsheime wie in Tröglitz zeigt: Rechtsextreme fühlen sich animiert.

Richard Meng 01.04.15

Die Mediatisierungsneurose

Medialer Echtzeitvoyeurismus, eilfertige Behörden und Trauerarbeit als Staatsschauspiel: Anhand dieser Germanwings-Woche kann man die Grundmechanismen der Mediengesellschaft wie unter dem Brennglas studieren. Was bleibt ist die Frage: Wie lernen wir wieder mehr Gelassenheit?

Mika Baumeister 30.03.15

Haltern und die Abgründe des Boulevards. Bericht eines Augenzeugen

Vollständig ist unser Bild vom Germanwings-Absturz als durch und durch mediatisierter Katastrophe erst, wenn wir auch von jenen Menschen hören, die in die Mühlen des Boulevards gerieten. Nun beschreibt ein Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern die Abgründe des Katastrophenjournalismus.

Pia Eberhardt 29.03.15

TTIP: „Den politischen Preis in die Höhe treiben“

Trotz massiver öffentlicher Kritik am geplanten Freihandelsabkommen ist die EU keinen Millimeter von ihrer neoliberalen Agenda abgerückt, sagt Pia Eberhardt von der lobbykritischen NGO „Corporate Europe Observatory“ im Interview mit Eric Bonse. Stattdessen wirft Brüssel die Propagandamaschine an.

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