Hans F. Bellstedt 14.04.09

Die FAZ enthüllt’s: Ludwig Erhard-Intimus hätte Abwrackprämie befürwortet

Selbst die FAZ macht nun einen Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft quasi zum Taufpaten der Abwrackprämie. Der Paradigmenwechsel hin zum allerorten korrigierenden Staat wird langsam raumgreifend. Wer übernimmt eigentlich die politische Verantwortung für diese Staatsüberforderung?

Robin Meyer-Lucht 09.04.09

Schutzlos ausgeliefert? Hegemanns Fabel zum Leistungsschutzrecht

Die Zeitungsverlage rufen immer lauter nach einem Urheberleistungsschutzrecht. Es könnte ihnen mehr Einnahmen bringen, dem Netz aber auch eine Art «Zitier-Gema». Das Kernproblem der Verlage löst es nicht. Eine Replik auf Jan Hegemanns Text in F.A.Z. über die «Schutzlosigkeit» im Internet.

Wolfgang Michal 07.04.09

Darwin reloaded. Österliche Gedanken über Lämmer & Wölfe

Nun zeigt sich, wer ein echter Manager ist: Cool handeln unter verschärften Bedingungen!

Leonard Novy 07.04.09

Herrschaftsmanagement und Vertrauensverlust: Die neuen Wege der Demokratie

Uninspiriert wirken die Vorwahlkampfscharmützel zwischen den Noch-Regierungspartnern, bieder die Versuche der Parteien, die beispiellose Kampagne Obamas nachzuahmen. Es überrascht nicht, dass viele Deutsche dem auf die „US-Superwahl“ 2008 folgenden Superwahljahr 2009 reichlich ermattet entgegenblicken. Doch steht bei weitem mehr auf dem Spiel als die Zusammensetzung der nächsten Bundesregierung. Es geht um die Frage, ob es der deutschen Politik in den anstehenden Wahlkämpfen gelingt, einen Dialog über die Zukunft der Demokratie zu in Gang zu kriegen.

Robin Meyer-Lucht 06.04.09

Drei-Stufen-Test: NDR Rundfunkrat im Aufsichtsabseits

Das Ergebnis des ersten Drei-Stufen-Tests ist mehr als ernüchternd: Pauschalisierende Lob-Formeln statt konkrete Analysen, Appelhof-Tonfall statt Prüfung. Lediglich die Verfahrensregeln wurden eingehalten. Der ernsthafte Versuch von Aufsicht wurde nicht unternommen; er wurde mit großer Geste ignoriert.

Carsten Zorn 06.04.09

Krisen-Metaphorik nach dem G20-Gipfel: Im Nebel sieht man Gespenster besonders gut

Wenn dem G-20-Gipfel etwas gelungen ist, dann eines der verbreitetsten Bilder der letzten Monate gründlich aus den Medien und Köpfen zu verdrängen: das von der Krise als einer ‚Fahrt durch den Nebel‘. Die Aussicht auf riesige und schnell wirkende Maßnahmenpakete sowie einen global einheitlichen Kurs in der Krisenbekämpfung hätten sonst kaum so leicht so große Hoffnungen wecken können. Beginn einer Serie über ein «anderes Krisenwissen».

Petra Thorbrietz 05.04.09

Wissenschaft, Journalismus, Internet: Das große Desinteresse der Forscher

Auch der Wissenschaftsjournalismus leidet unter der Krise der klassischen Medien. Dabei bot er zuletzt häufig nicht mehr als Verlautbarungs-Bleiwüsten und den Hang zur übereinfachen Antwort. Im Netz könnte er sich im Dialog mit bloggenden Wissenschaftlern neu erfinden – wäre da nicht das große Desinteresse vieler deutscher Forscher.

Klaus-Peter Schöppner 02.04.09

„Mach’s wie Gerd, Frank“

Eine simple Frage könnte der Union den schon sicher geglaubten Wahlsieg verhageln: „500 Milliarden für die Banken. Und wie viel ist für uns“? So simpel, so irrational, aber so gerechtigkeitsempfindlich weist dieser Satz genau das Sprengstoffpotential auf, an dem die Union noch scheitern könnte. Und sie ist auf dem besten Weg dazu.

Robin Meyer-Lucht 31.03.09

Das große Unbehagen der Großjournalisten mit dem Internet: heute mit Peter Frey

ZDF-Hauptstadtstudioleiter Peter Frey warnte gestern noch einmal vor den Gefahren der neuen Online-Freiheit: Botschaften würden «ungeprüft» publiziert. Der orientierende Flaschenhals der Massenmedien gehe verloren. Dazu Steffi Lemke von den Grünen: «Herr Frey, die Vorstellung, dass Sie mein Flaschenhals sind, behagt mir nicht.»

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