Bündnis ohne Emphase: Auf Schwarz-Gelb waren wir nicht vorbereitet
Wie konnte uns Schwarz-Gelb so überrumpeln? Das Bündnis hat keine Emphase, keine emotionale Idee, die wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen wäre. Ganz einfach: Weil Schwarz-Gelb nicht gewonnen, sondern die SPD verloren hat. Es gab keinen «Swing» zum altbürgerlichen Lager, sondern nur eine geringere Wahlbeteiligung. Die Misere der Opposition zeigt, dass es neuer gesellschaftlicher Bündnisse bedarf.
Ohne Schwarz-Gelb beginnt Merkels Abstieg
Die Geschichte der Kanzler- , Koalitions- und Regierungswechsel lehrt, dass es weniger auf Arithmetik der Mehrheiten, sondern vor allem auf die innerparteiliche Machtkonstellation ankommt. Merkel wird ihre Kanzlermacht nur halten können, wenn ihr eine Koalition mit der FDP gelingt.
Den Aufbruch nicht verpassen
In der deutschen Politik vollzieht sich die systemnotwendige Veränderung enervierend langsam. Noch einmal werden wir Stillstand als Antwort auf Veränderung nicht verkraften. Ein Wahlaufruf von Tim Renner.
Morozov: Mehr Internet, mehr Kontrolle, mehr Eskapismus
In das Internet ist ein Mehr an Demokratie und Mitbestimmung keinesfalls schon technisch eingebaut, erklärte Evgeny Morozov auf der TED. Autoritäre Regime lernten zunehmend, sich mit dem Netz anzufreunden und es mit ihrem Spin zu versehen.
Medienpolitik: Digital ist besser und Google ist nicht schuld
Malte Spitze skizziert die Kernziele der Medienpolitik der Grünen. Er fordert einen neuen Interessenausgleich zwischen Urhebern und Nutzern, die Sicherung des freien Zugangs zu Informationen, Öffentliche Förderung für Neue Medien und die Teilhabe aller an der Digitalisierung.
Digital Turn bei der F.A.Z.: Schirrmacher adelt Piraten als intellektuelle Nerds
Schlussprovokation im Bundestagswahlkampf: Frank Schirrmacher erklärt Nerds zur «größten Macht der modernen Gesellschaft». Die Fragen dieser «digitalen Intelligenz» seien «legitim und überfällig». Piratenpartei-Chef Jens Seipenbusch sei «ein Intellektueller von Format».
Unkalkulierberer Urnengang: Die sechs Paradoxien dieser Bundestagswahl
Auch wenn die Parteien in der Schlussphase die alte Rhetorik der Lagerpolarisierung bemühen, folgen Ihnen die Wähler dabei nicht mehr. Eine ganze Reihe von Paradoxien verflüssigt die Lager-Sehnsucht.
Piratenvorsitzender Seipenbusch: «Das Internet gefährdet nicht die Kultur, sondern ein bestimmtes Verständnis von Kultur»
Jens Seipenbusch, der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, erklärt im Carta-Interview, warum der Status Quo der Medienindustrie mit verhältnismäßigen Mitteln nicht mehr zu verteidigen ist. Einen Sprung der Piraten am 27. September in den Bundestag hält er für «nicht wahrscheinlich, aber möglich».
Carroll: Kontrollgewinne für die Medienindustrie durch Cloud Computing
Cloud Computing und Streaming Media werden die Art und Weise verändern, wie wir Kultur konsumieren – und der Medienindustrie möglicherweise einen Teil der Kontrolle über die Nutzung dieser Inhalte zurückgeben. Michael W. Carroll, Vorstand bei Creative Commons, erklärt warum.