Es braucht eine Agenda für die Industrie 4.0
Politik und Wirtschaft forcieren den Aufbruch in eine neue Zeit. Doch um die erhofften Wachstums- und Wohstandseffekte zu erzielen, müssen sie auch die sozialen Fragen der digitalen Wende offen thematisieren. Nur so kann verhindert werden, dass der erforderliche Gestaltungsdiskurs zum Angstdiskurs wird.
Missverständnisse 4.0
Auf der Hannover Messe trifft sich derzeit die globale Industrie und nimmt das Thema Digitalisierung ins Visier. Viel ist von Prozessoptimierung die Rede, Industrie 4.0 ist aber mehr als das Andocken smarter Computersysteme an Produktionsverfahren. Wer die Digitalisierung in ihrer Komplexität unterschätzt, den reißt sie mit und begräbt ihn unter sich.
Mittelschicht: Hoffnungsträger und Verzweiflungstäter
Über die Mittelschicht kursieren drei Erzählungen, die huldigende, die eilige und die dramatische. Die huldigende Erzählung kürt sie zur tragenden Säule unserer Gesellschaft. Die eilige sieht sie als leicht verführbare Protestierer. Die dramatische erklärt sie zum panischen Schurken der Neuzeit, der gestern den NS-Massenmördern zur Macht verhalf und heute zu allem fähig ist.
Digitale Bohème oder Online-Proleten?
Die einen haben die Moneten, die anderen sind die Proleten. Teilt man die Gesellschaft trennscharf in Kapital und Arbeit, kommt man auf solche Sprüche. Sie haben die Aussagekraft von „Stadt, Land, Fluss“ als Beschreibung des Festlandes unseres Planeten. Ist daran etwas Falsches? Oder nur zu wenig Richtiges?
TTIP: „Den politischen Preis in die Höhe treiben“
Trotz massiver öffentlicher Kritik am geplanten Freihandelsabkommen ist die EU keinen Millimeter von ihrer neoliberalen Agenda abgerückt, sagt Pia Eberhardt von der lobbykritischen NGO „Corporate Europe Observatory“ im Interview mit Eric Bonse. Stattdessen wirft Brüssel die Propagandamaschine an.
TTIP: „Konzerne gewinnen an Macht“
Der kanadische Rechtsprofessor und ISDS-Experte Gus Van Harten warnt im Interview mit Eric Bonse vor privaten Schiedsgerichten im geplanten Freihandels-Abkommen mit den USA. Und er tadelt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.
Digitalisierung der Wirtschaft: Raus aus der pragmatischen Starre
Es scheint, als könnten alle ökonomischen und politischen Krisen Europas und der Welt Deutschland nichts anhaben. Doch wie so oft trügt auch hier der Schein. Wer heute im scheinbaren Optimismus einer Momentaufnahme verharrt, wird morgen mit voller Wucht von der Dynamik der anstehenden neuen Industriewende erfasst. Jetzt bedarf es neuer Einstellungen, um der Digitalisierung nicht hinterherzuhinken
Die Würde der Griechen ist antastbar
Die Regierung Merkel/Schäuble rollt als ahistorische Dampfwalze durch Südeuropa und ignoriert ökonomischen Sachverstand sowie historische Sensibilitäten gleichermaßen. Diese neo-wilhelminische Außenpolitik setzt Jahrzehnte europäischer Integration aufs Spiel. Eine Polemik.
Der neue Multilateralismus
Transnationale Institutionen sollen die Wirtschaft vor sich selbst retten. Der Standortwettbewerb um jeden Preis hat ausgedient, glaubt man den Ausführungen von IWF-Direktorin Lagarde.
Was hat es mit diesen neuen Tönen auf sich?