Justus Haucap 10.11.08

Brauchen wir mehr Staatsunternehmen?

Die Krise der Sozialen Marktwirtschaft wurde nicht durch den credit crash ausgelöst – es gab schon länger einen Schwelbrand: Die Zustimmung zu stärkerem staatlichen Engagement in allen Lebensbereichen steigt seit längerem. Auch die Politik liebäugelt vermehrt mit staatlichem Unternehmertum. Staatsunternehmen sind in bestimmten Bereichen einer politisch gestalteten Marktwirtschaft unverzichtbar. Mit ihnen sind aber auch erhebliche Nachteile verknüpft, die in der Krise nicht verdrängt werden sollten.

Stefan Heidenreich 07.11.08

We cannot, Obama. Oh Billionen fehlen…

Um alle Wahlversprechen zu erfüllen fehlen Billionen. Die Regierung Bush hat in dieser Hinsicht vorgesorgt.

Robin Meyer-Lucht 07.11.08

Andrew Keen im zweiten Telekom-Frühling

Vor gut einem Jahr hat Andrew Keen sein Buch „The Cult of The Amateur“ in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Mit der Ausschlachtung seiner Polemik ist er nun in der deutschen Provinz angekommen – dem Telekomshop „4010“.

Christoph Bieber 05.11.08

Barack Obama: Auf dem Weg zum Präsident 2.0

Der Wahlsieg von Barack Obama basiert auf den «Rovian politics» der Schlüsselstaaten-Kampagne – und auf dem massiven Einsatz des Internets. Diese Machtressource wird aus der politischen Strategie von Obama nicht mehr verschwinden. Sein neuer Stab für das Weiße Haus steht vor der großen Aufgabe, eine überaus erfolgreiche, bürgerbasierte Online-Kampagne allmählich in «Presidential Politics 2.0» zu transformieren.

Frank Hartmann 04.11.08

Dead Media Walking (Ach, Luhmann . . . !)

Wer in deutschen akademischen Gefilden verkehrt, wird um Niklas Luhmann nicht herumkommen.

Mercedes Bunz 03.11.08

Für eine neue Poesie der Neugier: Das Web verändert den Journalismus – nicht nur online

Der Ruf des Online-Journalismus ist ein Desaster. Bei gestandenen Print-Journalisten hat er kein Renommee: Online-Journalismus liegt angeblich allein in den Händen von schlecht bezahlten und unerfahrenen Jungjournalisten, die hauptsächlich Agenturmaterial verwursten, wenig an ihren Texten hängen und kaum recherchieren.

Marvin Oppong 01.11.08

Brutalstmögliche Aufklärung

Besonders in Krisenzeiten müsste der investigative Journalismus eigentlich eine Hochzeit erleben. Immerhin gibt es Probleme, Fehlentscheidungen, Vertuschungen und natürlich jede Menge Schuldige.

Justus Haucap 31.10.08

Mindestlöhne und die Privatisierung der sozialen Gerechtigkeit

In den Wirren der Finanzmarktkrisen geht fast unter, dass wir in Deutschland momentan auf einem ganz anderen Feld vor fundamentalen Weichenstellungen stehen: In gleich zwei Gesetzen geht es um die Festsetzung staatlicher Mindestlöhne. Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission, warnt davor, dass sich der Staat durch Mindestlöhne seiner sozialen Verantwortung entziehen könnte. Arbeitgeber und Gewerkschaften könnten sich mittels Mindestlöhnen unliebsamer Konkurrenz zu entledigen versuchen. Leidtragende wären die Arbeitslosen und Verbraucher – und langfristig die Tarifautonomie.

Tobias Moorstedt 31.10.08

Obama vs. Palin/McCain: Wahlkampf nach der Logik einer Talkshow

Das Problem ist nicht, dass Menschen die Präsidentschaftskandidaten mit Horrorfiguren verwechseln, oder dass ein Klempner eine Meinung zu Steuerpolitik hat – fatal ist, dass die US-Medien diese unterhaltsamen Nebensächlichkeiten zu „Breaking News“ aufwerten. Die Politikberichterstattung im US-Fernsehen besteht nicht aus Reportagen oder Features über Wahlentscheidungen und Gesetzesvorschläge, sondern basiert auf der Logik der Unterhaltungsindustrie.

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