Kandidat ohne Kraft
Deutschland macht Witze über Ulla Schmidts Dienstwagen – und doch distanziert sich Steinmeier nicht eindeutig von der Ministerin. Das ist anständig, aber falsch.
Steinmeiers Tragödie
Steinmeier war die Idealbesetzung für ein Amt, in das man nicht gewählt wird. Sobald er sich bemüht, den Kämpfer zu geben, spielt der Diener den Chef, und die Partei guckt gleichgültig bis erschreckt zu, wie er sich macht.
Ein Skandal, der keiner ist
Was ist eigentlich passiert? Gar nichts. Es gibt keinen Skandal außer dem, dass ein Autodiebstahl gerade zu einem hochgeschrieben wird.
Kalter Entzug für Ulla Schmidt
Die Sache hat aber auch ihre ernste Seite. Der Fall zeigt exemplarisch, wie acht Jahre Ministertätigkeit dazu führen können, den Kontakt zur Realität zu verlieren und sich nicht mehr daran zu erinnern, woher man eigentlich kommt.
Genosse Pirat
Offenbar sind die Piraten auf dem besten Weg, Teil des Mainstream zu werden. Auch die Grünen wurden erst ignoriert, danach kopiert.
Niedergeschrieben: Gesine Schwan
Wenn man die politische Funktionslogik einmal begriffen hat, dann hat man auch schon verstanden, warum der Wahlkampf von Gesine Schwan um das höchste Amt der Republik so gelaufen ist, wie er gelaufen ist.
Wahlkampf 2009: Zu viel Charisma ist gar nicht gut
Die Kandidaten sollen nicht glitzern, funkeln, blenden. Aber sie sollen aus der Deckung kommen, reden wie andere Bürger auch, ein normales Gespräch führen, ohne sich ständig abzusichern und an Formelkram festzuhalten.
Die Wandlung der Freaks
Die Netzaktivisten werden politisch. Wie konnte aus den eigenbrötlerischen Sonderlingen von früher eine politische Bewegung werden?
SPD: Ganz unten
Die Sozialdemokraten setzen mit der «sozialen Gerechtigkeit» auf das falsche Thema – und die Bürger trauen ihnen nichts mehr zu.