Vier Minuten Lessig, die man sich anschauen sollte
Wem es um die Demokratie geht, wird Lawrence Lessig zum Konservativen, wie seine Rede vor der American Academy zeigt: Das Netz schwäche Demokratie, Parlamentarismus und moderaten Journalismus, so der eigentlich so reformfreudige Jurist.
Vom Kontrollverlust zur Filtersouveränität
Die Allgegenwart von Aufzeichnungsgeräten verbindet die digitale Welt immer enger mit der analogen. Ist man Teil der Welt, wird man Teil des Internets sein. Suchmaschinen-Abfragen, Leaking-Vorgänge und die steigende Verknüpfbarkeit von Daten haben zu einem Grundgefühl der Informationsüberflutung geführt. In der Bibliothek von Babel muss Öffentlichkeit deshalb radikal neu gedacht werden. Ein Plädoyer für Post-Privacy.
Westerwelle: Der tragisch eindimensionale Ex-König der FDP
Guido Westerwelle ist an der Eindimensionalität seines politischen Denkens und seines Selbstbilds gescheitert. Er wird nicht nur als Parteivorsitzender, sondern auch als Außenminister zurücktreten müssen, wenn die Erneuerung der FDP gelingen soll.
GEZ für alle
Im Konvergenzmedium Internet gibt es keinen Rundfunk und keinen vernünftigen Grund mehr, warum nur die Informationsangebote von ARD und ZDF unterstützt werden sollten. Plädoyer für eine Neuverteilung der Rundfunkabgabe.
Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video
20 Minuten lang diskutieren die Hauptstadtjournalisten mit dem stellvertretenden Regierungssprecher über Twitter als politisches Medium – ein äußerst instruktives Video zum Zustand des Journalismus.
Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher
Regierungssprecher Steffen Seibert hat über Twitter die US-Reise der Kanzlerin verkündet – die Hauptstadtjournalisten fühlen sich benachteiligt und düpiert: Ist Twitter etwa ein «offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers»? Entspricht das überhaupt den «Sicherheitsanforderungen»?
Echo-Verleihung: 20 Jahre Bullshit Bingo
Es wird heute Abend von Spannung, Rührung und Talenten die Rede sein, aber in Wirklichkeit präsentiert man seit 20 Jahren beim «Echo» lediglich die News von gestern. Die Musikindustrie leidet noch immer unter dem Trauma des «Preises der deutschen Schallplattenkritik» – und kommt von der anachronistischen Mechanik des «Echo» nicht los.
«Das ZDF wäre gut beraten, auf die Champions League zu verzichten»
Die Übertragung der Champions League hat mit Grundversorgung wenig zu tun, meint Wolf-Dieter Ring, Chef der Bayrischen Landesmedienanstalt. Er legt dem das ZDF nahe, auf den Kauf der Champions League-Rechte zu verzichten. Es drohe ein öffentlich-rechtliches «Monopol» auf die Ausstrahlung quotenträchtiger Sportarten.
Helmut Metzner: Die Mär vom FDP-Spion mit der Fliege
Die Geschichte des FDP-„Maulwurfs“ zeigt mustergültig, wie der Polit-Betrieb Skandale produziert – echte und vermeintliche. Manch einer bleibt dabei auf der Strecke.