Die gefährliche Sehnsucht, Eribons Gedanken auszulöschen
Die AfD liebt es, politische Stellungnahmen in eine Pauschalkritik an den Medien einzubetten, die gerne im Vorwurf der Lügenpresse gipfelt. Ruldolf Walther bedient sich bei CARTA dieser Attitüde, um Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ zu verreißen.
Die Instrumentalisierung der „Rückkehr nach Reims“
Das deutsche Feuilleton- und Talk-Show-Wesen hat es hingekriegt, das Buch Rückkehr nach Reims von Didier Eribon vollkommen zu verfälschen und für politische Nebenzwecke zu instrumentalisieren.
Köln, Peter und die Folgen: Schleichende Entliberalisierung
Wenn wir so weitermachen, brauchen wir keine putinschen Interventionen, um unsere liberale Demokratie zu Grabe zu tragen. Werden wir von unseren Ängsten dermaßen gesteuert, dass unsere demokratischen Instinkte versagen?
Politiker-Bashing: Instabil, verwirrend, unglaubwürdig
2016 war auch ein Jahr des Politiker-Bashing. Alle außer den Politikern wissen, wie man bessere Politik macht. Liegt diese Form der Politikverdrossenheit daran, dass uns Demokratie nur im Ansichtskartenformat vorgestellt wird? Die Vorstellung, dass die Politik in der Regel Entscheidungen treffen soll, mit welchen alle einverstanden sind, ist in jedenfalls eine völlig realitätsferne Idee.
Politikverdrossenheit. (1) Das nervöse Lagebild
Eine erklärungsarme Politik ohne Kompass provoziert zunehmend Verbal-Attacken auf Politiker. Damit forciert sie selbst die Politikverdrossenheit und Entfremdung der Bürger vom Prinzip der „Demokratie als Lebensform“.
Zehn Jahre iPhone: Stehender Sturm
Als das iPhone 2007 eingeführt wurde, war es eine Revolution. Aber Revolutionen lassen sich nicht institutionalisieren. Das iPhone hat sich zu Tode gesiegt. Ein Nachruf zum Zehnjährigen.
Die Ängste der Gertrud S.
Jedes Jahr wandern Hunderttausende durch die Republik, um als Sternsinger zu sammeln. Nun sind die Nachrichtendienste aufmerksam geworden. Ein vorweihnachtlicher Blick auf etwas, das nach Weihnachten geschieht.
Wenn Stiftungen den Journalismus finanzieren – wer recherchiert dann kritisch zu Stiftungen?
Viele unternehmensnahe Stiftungen stehen bereit, um journalistische Projekte zu fördern. Das führt oft zu spannenden, innovativen Ergebnissen. Doch die Unabhängigkeit von Journalistinnen und Journalisten gerät in Gefahr.
Handschellen für die ARD?
ARD-Intendanten verhandeln mit den Zeitungsverlegern über eine Art freiwilliger Selbstbeschränkung der Öffentlich-Rechtlichen im Internet. Dabei ist es zwingend notwendig, sie zu einem zentralen Player auf den digitalen und mobilen Plattformen weiterzuentwickeln.