Barack Obama: Auf dem Weg zum Präsident 2.0
Der Wahlsieg von Barack Obama basiert auf den «Rovian politics» der Schlüsselstaaten-Kampagne – und auf dem massiven Einsatz des Internets. Diese Machtressource wird aus der politischen Strategie von Obama nicht mehr verschwinden. Sein neuer Stab für das Weiße Haus steht vor der großen Aufgabe, eine überaus erfolgreiche, bürgerbasierte Online-Kampagne allmählich in «Presidential Politics 2.0» zu transformieren.
Brutalstmögliche Aufklärung
Besonders in Krisenzeiten müsste der investigative Journalismus eigentlich eine Hochzeit erleben. Immerhin gibt es Probleme, Fehlentscheidungen, Vertuschungen und natürlich jede Menge Schuldige.
Mindestlöhne und die Privatisierung der sozialen Gerechtigkeit
In den Wirren der Finanzmarktkrisen geht fast unter, dass wir in Deutschland momentan auf einem ganz anderen Feld vor fundamentalen Weichenstellungen stehen: In gleich zwei Gesetzen geht es um die Festsetzung staatlicher Mindestlöhne. Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission, warnt davor, dass sich der Staat durch Mindestlöhne seiner sozialen Verantwortung entziehen könnte. Arbeitgeber und Gewerkschaften könnten sich mittels Mindestlöhnen unliebsamer Konkurrenz zu entledigen versuchen. Leidtragende wären die Arbeitslosen und Verbraucher – und langfristig die Tarifautonomie.
Obama vs. Palin/McCain: Wahlkampf nach der Logik einer Talkshow
Das Problem ist nicht, dass Menschen die Präsidentschaftskandidaten mit Horrorfiguren verwechseln, oder dass ein Klempner eine Meinung zu Steuerpolitik hat – fatal ist, dass die US-Medien diese unterhaltsamen Nebensächlichkeiten zu „Breaking News“ aufwerten. Die Politikberichterstattung im US-Fernsehen besteht nicht aus Reportagen oder Features über Wahlentscheidungen und Gesetzesvorschläge, sondern basiert auf der Logik der Unterhaltungsindustrie.
Demokratie funktioniert ohne Autos, aber nicht ohne Zeitungen?
«Dachten Sie nie, dass eine Zeitungsseite eine symbolistische Landschaft ist?»
Dem Markt vertrauen: Wie wir auf die Finanzkrise (nicht) reagieren sollten
Marktwirtschaft bedeutet gerade nicht, dass einzelne Barbaren mithilfe irrwitziger Schuldenhebel ganze Unternehmen kapern. Es gilt, in der Systemdebatte Nerven zu behalten. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise meldet sich ein alter Freund und spricht beruhigende Worte: „Nur nicht die Nerven verlieren. Das ist wie eine Katharsis, die uns auf den Boden der Realität zurückholt. Eigentlich ein […]
A Townhall Meeting about nothing?
Am Dienstag stand mit dem so genannten Townhall-Meeting in Nashville (Tennessee) ein neues Format auf dem Debattenkalender – diesmal herrschte keine kalte Studioatmosphäre, John McCain und Barack Obama begegneten sich im Kreise eines ausgesuchten Publikums aus demokratischen, republikanischen und unentschlossenen Wählerinnen und Wählern. Trotz des „Palin-Faktors“ hatte Barack Obama seit Beginn des Debattenzyklus die Führung […]
Wahlkampf 2009: «TV-Duelle» gehören allen
Neben der Pornographie sind Wahlkämpfe wohl einer der wichtigsten Katalysatoren für den Medienwandel. In Wahlkämpfen verdichtet sich das Machtstreben der politische Kommunikation und greift dabei zu allen Mitteln – was die Phantasie anregt. In den innovationsvernarrten USA kann man gerade beobachten, wie sich für Barack Obama die besser inszenierte Beherrschung der Online-Wahlkampftechniken fast schon zum […]
Schwarzarbeit: Fluch oder Segen für die Gesellschaft?
Die Schwarzarbeit fristet eine merkwürdige Existenz in Deutschland. Umfragen zeigen, dass rund 30 Prozent der Deutschen regelmäßig Schwarzarbeit in Anspruch nehmen. Sie ist also ein Massenphänomen, wenn auch ein verpöntes. Schwarzarbeit ist Ausdruck intensiver Regulierung, mangelhafter Institutionen und bedingter Steuermoral. Doch wie stark schadet die Schattenwirtschaft der «offiziellen Wirtschaft» und dem Staatsgefüge? In einem Papier […]