4U9525 und Medien – Ein Einwurf aus dem Internet
Die Kritik an der Berichterstattung nach dem Flugzeugabsturz ist berechtigt. Doch Massenmedien können nun mal nicht schweigen. Und sie stehen unter dem Erwartungsdruck eines Publikums, dessen Wünsche seit Social Media beobachtet werden können.
Zu früh für eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht
Nachdem mehr über die Absturzursache des Germanwings-Fluges 9525 bekannt wird, rücken mögliche Konsequenzen in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Eine der am meist gehörten Forderungen ist die nach der Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht. Jedoch zeigte gerade dieses Unglück, dass neue Regeln nicht immer den gewünschten Effekt erzielen.
Haltern und die Abgründe des Boulevards. Bericht eines Augenzeugen
Vollständig ist unser Bild vom Germanwings-Absturz als durch und durch mediatisierter Katastrophe erst, wenn wir auch von jenen Menschen hören, die in die Mühlen des Boulevards gerieten. Nun beschreibt ein Schüler des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern die Abgründe des Katastrophenjournalismus.
TTIP: „Den politischen Preis in die Höhe treiben“
Trotz massiver öffentlicher Kritik am geplanten Freihandelsabkommen ist die EU keinen Millimeter von ihrer neoliberalen Agenda abgerückt, sagt Pia Eberhardt von der lobbykritischen NGO „Corporate Europe Observatory“ im Interview mit Eric Bonse. Stattdessen wirft Brüssel die Propagandamaschine an.
Mehr Demokratie-Debatte ins Parlament!
Höchste Zeit für eine „Demokratie-Enquete» im Deutschen Bundestag. Während sich Bürger zunehmend von der etablierten Politik abwenden, ist es um diese Idee still geworden. Dabei sind die Entwicklungen virulent. Vertrauen, Teilhabe und Transparenz wären die Schlüsselwörter einer parteiübergreifend zu führenden Debatte um die Weiterentwicklung und Stärkung unseres demokratischen Gemeinwesens, die zu einer besseren Legitimation von Politik beitragen sollte.
„Drogenpolitik wider besseren Wissens“
Carta bewegt und in schwarzweiß: „Unter Zwei“ Buchautorin Sonja Vukovic, Gründerin der Stiftung «Christiane F.».
Warum Medien und Politik umgehend Islamischen Staat und Islamophobie abschaffen sollten
Sprachlich haben Pegida und IS mächtige Verbündete in Deutschland. Ob bewusst oder ungewollt, spielt zunächst keine Rolle. Effizient ist der verbale Beistand allemal. Riskante Sprachbilder prägen den Diskurs und führen zu einem gravierenden kognitiven Problem. Die Folge: Pauschalurteile und verzerrte Wahrnehmungen realer Verhältnisse. Höchste Zeit für ein Umdenken!
Laaaaangweilig: Sozen-Bashing
Die SPD-Kritik speist sich nicht aus schlechter Regierungsarbeit oder schlechten Wahlergebnissen, sondern allein aus der Obsession der Medien mit Umfragen. Sie werfen der SPD vor, ihre Wahlversprechen umzusetzen, ohne daraus einen taktischen Vorteil zu ziehen. Nur um der Partei bei nächster Gelegenheit Taktierei vorzuwerfen. Eine Gegenrede.
Frauen im Film: Schluss mit der Potenzreflexion!
Sechs von acht für den Oscar nominierten Filmen bestanden ihn nicht. Der nach einer US-amerikanischen Comic-Zeichnerin und Autorin benannte Bechdel-Test liefert ernüchternde Ergebnisse zur Rolle von Frauen in filmischen Werken. Ein Umdenken tut not, denn solange Frauen und Mädchen im Fiktionalen vor allem als Spiegel männlicher Sexualität dargestellt werden, hat dies negative Auswirkungen auf die beiderseitige Identitätsentwicklung im Realen.