Das große Unbehagen der Großjournalisten mit dem Internet: heute mit Peter Frey
ZDF-Hauptstadtstudioleiter Peter Frey warnte gestern noch einmal vor den Gefahren der neuen Online-Freiheit: Botschaften würden «ungeprüft» publiziert. Der orientierende Flaschenhals der Massenmedien gehe verloren. Dazu Steffi Lemke von den Grünen: «Herr Frey, die Vorstellung, dass Sie mein Flaschenhals sind, behagt mir nicht.»
Merz & Merkel – so fing alles an
Früher waren sie Parteifreunde, heute sind sie erbitterte Feinde: Angela Merkel und Friedrich Merz. Doch wie konnte es eigentlich überhaupt dazu kommen? Eine Schlüsselszene soll dabei helfen, das Zerwürfnis zu verstehen.
Macht das Ding aus! Die Ära des Fernsehens ist vorbei.
Plötzlich war es nicht mehr da, das Fernsehen. Leise, still und heimlich verschwand es aus unserem Horizont: Wie das kam und warum Freundschaft das bessere Versprechen als Fernsehen ist – für alle!
Digitale Kulturindustrie: Marek Lieberbergs planloser Kreuzzug gegen das Internet
Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg hat einen Text geschrieben, der vor Generalisierungen und Vereinfachungen nur so strotzt. Kernthese: Das Internet enteigne die gesamte Kreativbranche. Lieberberg versucht so unter dem Banner «Entrechtung» eine kulturpolitische Allianz gegen das Internet zu bilden. Das Ergebnis sind plumpe Netz-Ressentiments.
Wann kommt der CCS-Ausstieg?
An diesem Mittwoch will die Bundesregierung ein Gesetz vorlegen, durch das die künftige Anwendung der Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und- speicherung (CCS) rechtlich geregelt wird. Auf europäischer Ebene geschah dies bereits im Dezember 2008 durch die Einigung auf eine Richtlinie. Während das Thema CCS aus klimapolitischen Diskursen kaum mehr auszublenden ist, fehlt es bislang an einer gesellschaftlichen Debatte über Nutzen und Risiken dieser Technologie.
Online-Spiele sind die neue Rockmusik: Das ideale Feindbild konservativer Hinterbänkler
Als vor zehn Jahren das schreckliche Massaker an der Columbine High School stattfand, zeigte man in der ARD einen Ausschnitt aus dem Cure Video «Killing an Arab». Der Reflex funktioniert noch immer, lediglich die gute, alte Rockmusik hat ihre Position als bedrohliche, fremde Welt verloren. Niemanden interessiert sich mehr dafür was Robert S., Tim K. oder andere Mörder für Musik hören. Dafür stehen nun Computerspiele als bedrohliches Chiffre für jugendliche Eigenwelten. Toll für Journalisten, die mit einfachen Modellen versuchen müssen das Unfassbare greifbar zu machen.
Endlich mal klug über den Kapitalismus reden: Mit Robert Misik
Der Kapitalismus ist nicht gescheitert, sagt Robert Misik und videoblogt über mögliche Erzählungen nach der «Madoff-Economy». Sehr zu empfehlen.
Ohne staatliche Interventionen als Fundament für einen besseren Journalismus geht es nicht
Für die US-Autoren John Nichols und Robert W. McChesney ist die Kommerzialisierung des Journalismus an sein Ende gekommen. Ohne weit reichende politische Intervention sei die Substanz des Journalismus nicht zu retten. Es ist Zeit, über gezielte politische Aktionen zugunsten des Journalismus – aber auch über seine Schwächen und Probleme – nachzudenken.
Augsteins Internetbaustelle: Wird der Freitag das nächste Zoomer.de?
Holtzbrincks Zoomer ist ja schon Geschichte. Augsteins Freitag dagegen hat gerade erst so richtig neu begonnen, inzwischen aber schon Ärger mit seinen Bloggern. Was auf den ersten Blick nur nach technischen Unzulänglichkeiten einer Anlaufphase aussieht, könnte ein tief reichendes Kulturproblem sein und das gesamte Projekt in Gefahr bringen.