Krisen-Metaphorik nach dem G20-Gipfel: Im Nebel sieht man Gespenster besonders gut
Wenn dem G-20-Gipfel etwas gelungen ist, dann eines der verbreitetsten Bilder der letzten Monate gründlich aus den Medien und Köpfen zu verdrängen: das von der Krise als einer ‚Fahrt durch den Nebel‘. Die Aussicht auf riesige und schnell wirkende Maßnahmenpakete sowie einen global einheitlichen Kurs in der Krisenbekämpfung hätten sonst kaum so leicht so große Hoffnungen wecken können. Beginn einer Serie über ein «anderes Krisenwissen».
Wissenschaft, Journalismus, Internet: Das große Desinteresse der Forscher
Auch der Wissenschaftsjournalismus leidet unter der Krise der klassischen Medien. Dabei bot er zuletzt häufig nicht mehr als Verlautbarungs-Bleiwüsten und den Hang zur übereinfachen Antwort. Im Netz könnte er sich im Dialog mit bloggenden Wissenschaftlern neu erfinden – wäre da nicht das große Desinteresse vieler deutscher Forscher.
US-Zeitungen „im freien Fall“
Der Bericht «State of the News Media» zerstört so machen Mythos: Dass eine fragmentierte Medienlandschaft mehr Themen umwälzen würde, etwa. Oder die Legende vom Internet-Wahlkampf von Obama.
Das Schweigen der Ökonomen: Die Weltwirtschaftkrise ist auch ihre Krise
Die Weltwirtschaftskrise hat mittlerweile alle Länder erfasst und es werden von vielen, aber meistens eben nicht von Wirtschaftswissenschaftlern Maßnahmen diskutiert, wie die Wirtschafts- als auch die Finanzkrise überwunden werden können. Sehr häufig wird die Frage gestellt, ob die Ökonomen hierbei überhaupt noch eine Rolle spielen, bzw. was sie zur Lösung beitragen können. Die meisten ökonomischen Vertreter schweigen.
That’s shift, baby!
«Jede Konferenz badet in sich selbst», meinte Johnny Häusler noch 2007, anlässlich der ersten re:publica. Und der Organisator fügte hinzu: «Warum sollten sich die Blogger nicht einmal selbst zelebrieren?» Das Zitat ließe sich auch auf die dritte Re:publica anwenden. Denn die „digitale Avantgarde“ dreht sich weiterhin um sich selbst und weiß mit der neu gewonnen medialen Macht wenig anzufangen.
Herr Diekmann und sein Geburtsfehler
Nun weinen sie – weil sie das Internet unterschätzt haben. Zehn Jahre lang haben sie geschlafen. Jetzt erst begreifen Verleger und Großjournalisten, dass ihnen ein Geschäftsmodell fehlt.
„Mach’s wie Gerd, Frank“
Eine simple Frage könnte der Union den schon sicher geglaubten Wahlsieg verhageln: „500 Milliarden für die Banken. Und wie viel ist für uns“? So simpel, so irrational, aber so gerechtigkeitsempfindlich weist dieser Satz genau das Sprengstoffpotential auf, an dem die Union noch scheitern könnte. Und sie ist auf dem besten Weg dazu.
In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?
Peter Glaser hat einen sehr lesenswerten Essay über die Internet-Gesellschaft geschrieben, in der er leben möchte. Eben auf der Republica vorgetragen und hier ist der Link.
Shift happens: Nur wo?
«Shift happens» ist das mutige Motto der Social-Media-Konferenz re:publica, die in diesen Tagen zum dritten Mal in Berlin stattfindet. Aber was will man damit sagen? Dass das Web 2.0 inzwischen auch in Deutschland angekommen ist?