Auf Du und Du im Barcamp
Bei der Ankunft auf dem Future Music Camp bekam ich einen Badge, auf dem groß TIM geschrieben stand. Mikroskopisch klein war mein voller Name zu lesen. Hätte ich einen Edding dabei gehabt, wäre ich versucht gewesen „Bitte siezen Sie mich, Sie Nerd“ drüber zu schreiben. Aber ganz anders als ihre Vorgänger waren diese digitalen Hippies zielorientiert.
Nebentätigkeiten: Abgeordnete und Journalisten im Vergleich
In der Debatte um die Nebentätigkeiten von Journalisten bietet sich ein Vergleich mit anderen Berufsgruppen an. Für Abgeordnete auf Bundesebene gilt bereits eine Auskunftspflicht. Ein Vorbild für den Journalismus?
„Teenager nutzen Twitter nicht»
Die anekdotische Evidenz des 15jährigen Morgan Stanley-Praktikanten Matthew Robson zum Medienverhalten seiner Generation begeistert Fondsmanager und FT: «ungeheure Klarheit» über die Digital Natives, endlich. Leider ist sie ziemlich frustrierend.
Pay-TV in Deutschland: Keine heiteren Aussichten für «SKY»
Aus Premiere wird Sky. Die Parameter des deutschen Fernsehmarktes sprechen gegen eine Erfolgsgeschichte. Den Kabelnetzbetreibern, die ebenfalls in den Abonnementfernseh-Markt drängen, ist das Produktbündel Sky Deutschland hoffnungslos unterlegen.
«Marschallplan» & «Clearingstelle»: Die Kapitulation des Journalismus
Ein «Qualitätsjournalismus», der im Strukturwandel nach dem Staat ruft, statt sich den Herausforderungen einer grandios vernetzten Informationsgesellschaft zu stellen, gibt seine Selbstachtung und seine eigentliche Berufung auf.
«Exzellente Verbindungen»: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt
Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kanäle zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM).
Der überforderte Staat und die kommende Haushaltskrise
Nach der Finanz- und der Wirtschaftkrise steht als drittes die Haushaltskrise bevor. Für das Gemeinwesen gibt es dabei keinen Retter. Es muss sich vielmehr selber retten, will es sich nicht heillos überfordern.
Mit Social Networks zurück in die Zukunft
Konservativ zu sein muss kein Fehler sein. Es kommt nur auf die richtige Perspektive an. Anstatt das Internet zu verteufeln, kann man das 20. Jahrhundert mit seiner Massenproduktion und seinen Massenmedien auch als Fehlentwicklung sehen: als gefährliches Experiment mit den homogenisierenden Kräften der Skaleneffekte.
Karlsruher Visionen für Europa: Mehr Demokratie wagen
Das Bundesverfassungsgericht hat am 30. Juni über das deutsche Ratifikationsgesetz zum europäischen Reformvertrag von Lissabon entschieden. Lissabon-Gegner wie -Befürworter fühlten sich nach dem Urteil zunächst in ihren Ansichten bestätigt. Langsam weicht die Euphorie und vehemente Kritik an der Karlsruher Entscheidung tritt auf den Plan. Dabei wird jedoch übersehen, welche Botschaft die Richter eigentlich übermitteln wollten.