Die Diskussion um Burdas «Fairplay in der digitalen Welt» (Update)
Mit seiner Forderung nach einem erweiterten Leistungsschutzrecht für Verlage hat Hubert Burda großes Echo ausgelöst. In der Zusammenschau überwiegen die ablehnenden Stimmen.
Als ich mal neben Hubert Burda saß
Ich halte Hubert Burda für viel zu schlau, als dass er blauäugig mal eben unüberlegt einen feuilletonistischen Meinungsbeitrag ohne Ziel und Zweck abdrucken lässt. Sein Text ist ein einziger Appell an die Politik, erneut Partei für die Verleger zu ergreifen. Das hat schon bei der Breitseite gegen die Onlineaktivitäten des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks sehr gut funktioniert.
Lieber Hubert Burda, gegen Google helfen keine Gesetze …
Werden Verlage im Internet schleichend enteignet? Hubert Burda vertritt diese Auffassung aktuell in der FAZ und macht sich für ein Leistungsschutzrecht stark. Statt aber nach dem Staat zu rufen, sollten die Verlage Google mit seinen eigenen Waffen schlagen und auch selbst Angebote à la Google News machen.
Gute Pipeline, böse Pipeline?
Seit bekannt geworden ist, dass Joschka Fischer das Konsortium der Nabucco-Pipeline beraten wird, inszenieren die Medien ein Duell mit Gerhard Schröder, der den Bau der Ostsee-Pipeline unterstützt. Damit bestätigt sich einmal mehr: Je komplexer der Sachverhalt, desto reduzierter die Berichterstattung.
Acht Thesen zu den Folgen der #zensursula-Debatte
Vor dem Hintergrund einer erheblich größer und „normaler“ gewordenen Nutzerschaft werden gesellschaftlich relevante Konfliktbereiche offenbar, die noch vor wenigen Jahren als eher exotische Politik-Gegenstände galten. Damit werden digitale Bürgerrechte zu einem echten Politikfeld.
Der verzweifelte Kampf der SPD gegen die K-Fallen
Der Krisenkurs der SPD erweist sich als weiterer Fallstrick vor der Bundestagswahl. Drei Monate vor der Wahl muss sie ihre Wahlstrategie völlig neu justieren. Selbst die eigenen Anhänger rechnen mehrheitlich nicht mehr mit einer SPD-Regierung.
Requiem für die Popkomm: Die Zukunft finden wir nur gemeinsam
Die Popkomm war zuletzt eine Veranstaltung für eine Branche ohne funktionierendes Geschäftsmodell und mit Hang zur selbstverliebten Trivialisierung. Nach der Absage heißt es nun für alle: «Zurück auf Los!» – zum Glück.
Boston Globe: Wertlos, aber systemrelevant?
Der Boston Globe ringt um die Zukunft, die Aasgeier lauern bereits im Gebüsch. Medienforscher sind neugierig, was passieren wird, wenn es im ersten großen Agglomerationsraum der USA keine große Tageszeitung mehr gibt.
Die SPD im Wahlkampf: Zwischen ökologischer Avantgarde und fossiler Nostalgie
Die SPD hat den Klimaschutz als Wahlkampfthema für sich entdeckt. Dabei hilft ein engagierter und präsenter Umweltminister sowie eine umweltpolitisch überwiegend erfolgreiche Regierungsarbeit in zwei Koalitionen. Trotz aller Bekenntnisse wirkt die Sozialdemokratie jedoch noch nicht vollständig im klimapolitischen Jetzt angekommen. Dazu müsste ein Bruch mit der eigenen Vergangenheit vollzogen werden, der im Moment allerdings noch fern zu sein scheint.