Redaktion CARTA

Brender-Entlassung: Die vollständigen Erklärungen von Beck, Koch und Schächter

Redaktion CARTA | 11 Kommentar(e)


Carta dokumentiert die vollständigen Erklärungen zur Entlassung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender.

27.11.2009 | 

Aus den kurzen Nachrichtenschnipseln werden die Argumente der Beteiligten kaum deutlich. Daher sollte man sich, wenn möglich, die vollständigen Erklärungen anschauen. Hier in chronologischer Reihenfolge:

Kurt Beck (Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates, SPD)

(youtube)

.

Roland Koch (Stellvertretender Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates, CDU)

(youtube1/youtube2)

.

Markus Schächter (Intendant des ZDF)

(youtube)

.

Inzwischen wurde auch ein neues ZDF-Logo vorgestellt.

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11 Kommentare

  1. Ulrike Langer |  27.11.2009 | 21:35 | permalink  

    Sehr schön ist auch dieses Logo: http://twitpic.com/r6d03

  2. Android |  27.11.2009 | 21:59 | permalink  

    Werbeslogan:

    Mit zwei Scheuklappen, fährt sich’s besser!

    ZDF —> Zum Dumm Fernsehen

    MfG
    Roboter

  3. Robin Meyer-Lucht |  27.11.2009 | 22:23 | permalink  

    @ Android: Das ist aber jetzt mal ein sehr überzeugender Beitrag…

  4. Markus |  27.11.2009 | 23:52 | permalink  

    Es ist doch schon bezeichnend und entlarvend, welche Umwege und Schleichwege Koch geht, um am Ende nicht zum Punkt zu kommen. Es ist ein ganz schlechtes Zeichen für unsere politische Landschaft, wenn jemand seine Ziele und Absichten so offenkundig hinter formalen Winkelzügen und Allgemeinplätzen verstecken kann. dass man am Ende nicht weiß: Was hat Koch in starken 6 Minuten eigentlich gesagt? Wenn es eine politische Eigenschaft des Roland Koch gibt, dann ist es die Fähigkeit zur Vernebelung. Dass er nach einigen Wahldebakeln und der Ungeschicklichkeit der Konkurrenz immer noch im Amt ist – das ist wohl eine der Merkwürdigkeiten unserer politischen Kultur. Und da soll man nicht müde werden …

  5. Telemedicus |  28.11.2009 | 13:12 | permalink  

    Video: Die Presseerklärungen des ZDF-Verwaltungsrates…

    Als gestern Abend die Vertreter des ZDF-Verwaltungsrates vor die Presse getreten sind, um ihr Ergebnis in der Personalie Brender bekannt zu geben, war Robin Meyer-Lucht von Carta.info live dabei. Er hat die Erklärungen der Ministerpräsidenten Beck un…

  6. Daniela Skrzypczak |  28.11.2009 | 14:05 | permalink  

    Wo bleibt der breite allgemeine Aufschrei, dass überhaupt so etwas möglich ist,
    da wir mittlerweile in einem Staat leben, wo Politik Ihre Macht im öffentlichen tragenden Fernsehen ausspielen kann und jeder es zulässt. Die Nachricht wurde gestern besprochen, diskutiert und heute ist sie schon in der Medienvielfalt verschwunden. Wieso gibt es in dieser Gesellschaft keine Massen Mails,
    die Mitarbeiter des ZDF gehen ihrer Arbeit nach wie vor nach. Hätte mir dahin gehend nun endlich einen Protest gewünscht. Da aber dahingehend wieder nix passieren wird, wird die so genannte selbstherrliche Politik in diesem Land weiter fortgesetzt. Aber wir leben ja alle in einer Demokratie…..

  7. robin |  28.11.2009 | 18:29 | permalink  

    @ Markus: Ich denke auch: Zentral ist hier Kochs Statement. Ich bin froh, dass wir es in voller Länge dokumentieren konnten.

    @ Daniela Skrzypczak: Warum der Aufschrei nicht größer ist? Weil es zu wenig Menschen gibt, die obrigkeitsstaatlichen Journalismus für ein Problem halten.

    Nicht nur Koch und Beck sind für einen starken Einfluss von Politik und Executive auf die ÖRA (siehe anderer Beitrag von mir) – es gibt offenbar auch viele Bürger, die das nicht aufregt. So erfahren sie auf direktem Wege, was die Volksparteien gerade so denken.

  8. Lesefuchs |  28.11.2009 | 23:38 | permalink  

    Grund für die Revolution in der DDR war u.a. die Abkopplung vom materiellen Wohlstand in der westlichen Welt, wie auch die heuchelnden lügenden offiziellen Medien.
    Beides wird heute im jetzigen Deutschland massiv eingeführt:
    - Abkopplung von immer mehr Bürgern vom materiellen Wohlstand durch 1€ Jobs, Hartz IV, Leiharbeit usw.
    - Erzeugung heuchelnder lügender Medien – Zentralorgane der Parteien (u.a. ZDF Affäre).
    Keiner hätte je erwartet das das Volk der DDR aufsteht.
    Und keiner erwartet das heute.
    JEDES Volk hat sich in der Geschichte früher oder später gewehrt.
    Wer Wind säht, wird Sturm ernten !!!

  9. Fall Brender: re-revisited « der gespaltene westen |  29.11.2009 | 12:37 | permalink  

    [...] Carta: „Brender-Entlassung: Die vollständigen Erklärungen von Beck, Koch und Schächter“ [...]

  10. Nadine Knapp |  13.12.2009 | 19:14 | permalink  

    Bedauerlicherweise ist es nun mal so, dass wie erwartet, wenn auch sehr erschütternd, es keine Wehr oder Hinterfragung dieser schwerwiegenden und politisch entlarvenden Entscheidung gibt. Niemand, der sich verantwortlich fühlt auf diesen Wahnsinn hinzuweisen. Nur stilles Gewährenlassen. Mich würde interessieren, was man tun kann diese degenerative Entwicklung unserer Medienlandschaft als tatsächliche Gefahr des unabhängigen Journalismus der breiten Masse vor Augen zu führen. Die Zeiten in denen die Politik bestimmt hat, wer über was berichtet und welche Meinung diktiert wird sollte doch nun endlich der Vergangenheit angehören. Da waren wir alle schon einmal und es ist nicht besonders erstrebenswert dort wieder hin zurückzukehren…..

  11. Robert Klemme |  26.12.2009 | 13:10 | permalink  

    Herr Koch hat das sehr geschickt gemacht: er interpretiert diese Personalratssitzung als eine Vorstandssitzung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens und zieht sich dann darauf zurück, dass deren Personalentscheidungen ja auch nicht öffentlich diskutiert werden. Das ist eine perfide Strategie, zumal er ja andererseits für sich in Anspruch nimmt, als von “allen” Bürgern gewählter Repräsentant durchaus ausreichend für seine Tätigkeit im Verwaltungsrat legitimiert zu sein. Das bedingt aber insbesondere die Transparenz, die er mit dem Hinweis auf das sensible Thema Personalentscheidung verweigert. Im Grunde hat er es sich damit sehr leicht gemacht, denn selbst bei Rücksichtnahme auf die Persönlichkeitsrechte von Herrn Brender gäbe es ja reichlich Dinge, die man öffentlich diskutieren könnte (z.B. an welcher inhaltliche Stelle Herr Koch mit Herrn Brenders Konzeption nicht übereinstimmt). Bevor man jetzt aber Koch zum alleinigen Buhmann macht: zum einen haben andere mit ihm gestimmt, und zum anderen gibt es ja eine Menge Leute, die ihn immer wieder gewählt haben. (Natürlich, das Agieren der Ypsilanti-SPD in Hessen hat Kochs Verbleiben im Amt wesentlich befördert.) Einen schönen Einblick in Kochs Art Politik zu machen hat auch seine letzte Antwort auf die Frage nach Jung gegeben: Loyalität ist dort viel wichtiger als seinen Job gut zu machen. Es kann doch im Ernst niemand Kochs Einschätzung zustimmen, dass Jung seinen Job als Verteidigungsminister gut gemacht hat.

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