Die vergessene Minderheit
Durch Sprache, Lebensart, Ökonomie und Tradition verbunden, von den Nazis verfolgt und von der Bundesrepublik vergessen: Klaus Vater über das Schicksal der Jenischen.
Alles Gute für 2016
Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Autorinnen und Autoren, ein gesundes und glückliches neues Jahr. Hier ein Rückblick auf einige wichtige Carta-Texte 2015.
Vor Beginn der Friedensgespräche: Das Assad-Regime schafft Fakten
Kurz vor Beginn der geplanten syrischen Friedensgespräche wurde Zahran Alloush, Kommandeur der bedeutenden Rebellengruppe Jaish al-Islam, durch einen vermutlich russischen Luftangriff getötet. Sein Tod ist charakteristisch für diplomatische Bemühungen im Syrien-Krieg: Nach wie vor versuchen die Akteure, Fakten am Boden zu schaffen.
Die Zeichen der Zeit
„Fordern und klagen, das gehört auch zum Geschäft“. Heinz Fischer-Heidlberger, der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), im Gespräch über Transparenz und Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender und die Überfinanzierung der Landesmedienanstalten.
Klartext der unvermeidlichen Kandidatin
Niemand zweifelt mehr an Hillary Clintons Nominierung. Die ernüchternde Erkenntnis des bisherigen Wahlkampfes: Europa muss sich auf mehr, nicht weniger, Unruhe vor seiner Haustüre einstellen, gleich ob es die Welt mit einem republikanischen oder demokratischen Staatsoberhaupt zu tun bekommt.
Große Frage im kleinen Chuchichäschtli
Welche Geschichte erzählen Bezeichnungen wie Arbeit 4.0, Industrie 4.0, Wirtschaft 4.0? Sie tischen uns das Märchen auf, die Digitalisierung sei nur eine Art zeitgenössischer Dampfmaschine.
20.000 Zuckerbergs: Über die Macht und die Privilegien der Stifter
Seit dem Jahr 2000 boomt das Stiftungswesen hierzulande. Dies sorgt, von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, für eine politische Kräfteverschiebung zugunsten von Wohlhabenden und Unternehmen.
Die unbehausten Ängste der Bürger
Angst essen Seele auf, heißt der große Film von Rainer Werner Fassbinder. In Frankreich ist die Seele schon ziemlich angefressen, in Deutschland erst angeknabbert. Die Radikalisierung wird erst einzudämmen sein, wenn die Eliten in Politik und Medien einen anderen Weg im Umgang mit den Sorgen der Bürger finden.
Wissenschaftliches Fast Food
Der Wissenschaftsjournalismus befindet sich im Umbruch und damit in prekärer Lage. Durch die Krise der klassischen Medien und das Ausdünnen von Wissenschaftsredaktionen, das Erstarken der Online-Vermittlung von Wissenschaft, aber auch durch den Wettbewerbs- und Selbstdarstellungsdruck von Hochschulen findet eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse statt, die eine seriöse Wissenschaftskommunikation nicht immer fördert.