„Wir erleben die finanziellen Symptome eines Weltkriegs“
Der Historiker Niall Ferguson, einer der besten Kenner der Finanzgeschichte, warnt davor, „Zombie-Banken“ am Leben zu erhalten. Die keynesianischen Ausgabenprogramme sieht er skeptisch. Es drohen Verwerfungen an den Anleihe- und Devisenmärkten.
Keiner soll unkontrolliert bleiben
Fortschritte auf dem Weg zu einer neuen Weltfinanzarchitektur: Die Regierungschefs der wichtigsten EU-Länder haben sich darauf verständigt, die Finanzmärkte strenger zu kontrollieren. Unter anderem müssen Steueroasen künftig mit Sanktionen rechnen.
Wer soll das bezahlen?
Deutschland darf nicht für Schulden der Nachbarn haften. Gerade deshalb sind aber Kredit- und Konjunkturhilfen nötig. Wenn Krisenländer erst einmal radikale Auswege suchen, ist das Regelwerk der Euro-Zone in Gefahr.
Der falsche Schlüssel
Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Doch die Kfz-Industrie steht mit dem Rücken zur Wand. Die Liste der Versäumnisse ist lang. Doch die eigentliche Schlüsselfrage ist eine gänzlich andere.
Müssen wir jetzt Staaten retten?
Wer glaubt, mit der Verstaatlichung wackeliger Banken habe die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht, irrt. Immer lauter stellen Anleger in aller Welt die Frage nach dem Bankrott ganzer Staaten mitten in Europa.
Schrumpft die Bankinstitute!
Die Finanzkrise ist eine Folge des weltweit aufgeblähten Bankensektors. Deshalb wäre es besser, den Instituten jetzt eine Schrumpfkur zu verordnen, als sie für den Wettbewerb zu stärken.
Billionen Dollar, keine Tränen!
„Liar’s Poker“ heißt das Buch, in dem der Amerikaner Michael Lewis die Zeit schildert, in der er selbst an einem der Handelstische der damals noch eigenständigen Investmentbank Salomon Brothers saß und durch Kauf und Verkauf von Anleihen Geld verdiente.
Banken zuletzt
In der Krise soll alles Mögliche getan werden, damit die bösen Banker wieder Kredite vergeben. Das kann gefährlich werden. Zuerst muss der wirtschaftliche Absturz gestoppt werden. Dann kommt die Bank.
Mit Hightech in die Krise
Eine Ursache des Crashs liegt im technologischen Fortschritt. Die Gesellschaft hat darin versagt, Dimension und Folgen der IT-Revolution zu begreifen. Das nächste Opfer könnten die Medien sein.