Auf der Suche nach dem wahren Fortschritt
Heute unterscheidet sich die Sozialstatistik in Deutschland nicht von der in anderen Ländern. Sie verleugnet auch keine Ungeheuer. Aber sie gibt die Realität zu unvollkommen wieder. Wolf Lepenies, Welt
Die Politik verschwendet die Chancen der Krise
Wir sind dabei, eine Krise zu verschwenden. Sowohl in Europa als auch in den USA nehmen die Reformen bei der Regulierung des Finanzwesens entweder eine falsche Richtung, oder sie stocken. Politiker knöpfen sich die leichten Ziele vor, mit denen ihrer Ansicht nach die Öffentlichkeit beschwichtigt wird, oder sie beugen sich gut vernetzter, gut finanzierter Lobbyarbeit […]
Als Ökonom muss Sloterdijk noch üben
Peter Sloterdijk hat ein Manifest geschrieben. Aber er hantiert mit Zahlen, die er mangels Training nicht versteht. Eine Replik Werner Vontobel, Freitag
Die Opel-Lügenmaschinerie
GM und die Bundesregierung müssen jetzt die Lügenmaschine anwerfen, wollen sie an Magna festhalten. Rainer Hank, FAS
Wie die HSH Nordbank die Öffentlichkeit verhöhnt
Die Manager der HSH Nordbank stellten sich der Presse. Statt Statements gab es Schnittchen, statt Antworten Apfelsaft. ZAPP | Anne Ruprecht, Stephanie Zietz
Mythos Protektionismus
Wirtschaftswissenschaftler haben ihre Botschaft außerordentlich erfolgreich an politische Entscheidungsträger vermittelt. Dies spiegelt sich in der Entwicklung der Begriffe «Protektion» und «Protektionisten» zum Gegenstand des Gespötts wider. FTD | Dani Rodrik
Erlöse uns von unseren Schulden!
Nicht Schulden sind das Problem im Kapitalismus. Mehr noch: dieses Wetten auf die Zukunft hat uns die fantastischen Wohlstandsgewinne eingebracht. Das Problem ist schleppendes Wachstum. Robert Misik
Watsche für den Mainstream
Die Jury drückt mit der Ehrung eine gewisse Skepsis nicht nur dem Markt, sondern auch dem Staat gegenüber aus. Beide Preisträger suchen Lösungsansätzen außerhalb der Staatsapparate: Ostrom in spontanen sozialen Reaktionen auf Probleme, Williamson in nichtstaatlichen Institutionen. FTD
Die Ketchup-Ökonomen
Irgendwie sieht die Krise anders aus, als man sich eine Krise immer ausgemalt hat: Nirgendwo rauchende Ruinen, auch Massenelend ist nicht von einem Tag auf den anderen ausgebrochen. taz | Robert Misik