Opel und GM: Wenn Konzerne mit der Politik spielen
Angela Merkel hat sich in Sachen Opel bis auf die Knochen blamiert. Sie hat die Regierung in eine unmögliche Lage gebracht. Deutschland bleibt weiterhin erpressbar: Man kann General Motors kaum verwehren, was man zuvor Magna angetragen hat: deutsches Steuergeld in Milliardenhöhe. Eine Analyse von Holger Steltzner.
Warum darf Opel nicht Insolvent gehen?
Jürgen Rüttgers sagte heute: Das Verhalten des US-Konzern zeige „das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus“. Dies ist eine Floskel, die nicht ganz zutrifft. Eflation, Weissgarnix
Kein Einsatz ohne Gegenleistung
Die sauberste Lösung wäre, einen Schlussstrich unter das Kapitel «Opel und die Politik» zu ziehen. FTD
Über die Wirtschaftkrise und ihre böse Chance
Gewiss, Manager wollen sich bereichern – die zeitgenössische Scholastik aber, die moderne Wirtschaftsführer wie die Wucherer des Mittelalters aussehen lässt, verwandelt den systemischen Charakter der Krise in einen persönlichen. Thomas Steinfeld, SZ
Zur Sloterdjik-Honneth-Debatte
Man macht es sich doch etwas sehr leicht, die seit einiger Zeit köchelnde «Sloterdijk-Honneth»-Debatte über das Elend des Sozialstaates und den Großmut der ‚Leistungsträger’ als Kasperltheater der gehobenen Stände abzutun. Carl Wilhelm Macke, Titel Magazin
Die neue Regierung
Die Deutschen denken längst weiter und wilder als diese Koalition. Berühmte Hippies wie Sarkozy und Horst Köhler reden über ein verändertes Verständnis von gesellschaftlichem Wohlergehen.Nils Minkmar, FAZ
Wirtschaftsideen aus dem Untergrund
Die Annahme perfekt funktionierender Märkte überschattete die Tatsache, dass eine breite Gruppe von Forschern bereits erklären half, warum Märkte häufig unvollkommen funktionieren – warum es tatsächlich weitverbreitetes Marktversagen gibt. Joseph Stiglitz, George Akerlof, FTD
Keiner schreibt mehr Briefe
Jahrelang hatten die Postvorstände verkündet, die Konkurrenz der elektronischen Medien mache dem Unternehmen nicht viel aus. Das ist jetzt vorbei. F.A.S., Christian Siedenbiedel
Warum das Web Tante Emma zurückbringt
Viele Unternehmen erkennen nicht, dass es im Internet zugeht wie im Lädchen in der Nachbarschaft. Da reden Menschen mit Menschen. Es macht sich lächerlich, wer neu auftaucht und verdreht-stocksteif formuliert. Thomas Knüwer, Handelsblatt