Jenseits von Heidelberg
Die Lobbies um den «Heidelberger Appell» verstärken im Wahlkampf ihren Druck auf die Politik. Aber nicht die Publikationsfreiheit ist bedroht, sondern das bisherige Gefüge aus Verlagen und Händlern. Statt Heidelberger Zementierung des status quo ist Innovationsförderung gefragt.
Ahnungslos im Netz
Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Der Entwurf für das Wahlprogramm ist nicht für Menschen geschrieben, die eine Affinität zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, bestätigt er viele Vorurteile von Kritikern.
Der Fan als Feind. Warum die Popkomm in Berlin nie angekommen ist
Statt darüber nachzudenken, wie man sich den Status einer Zukunftsindustrie zurückerobern könnte, pflegen Musikmanager über den Selbstbedienungsladen Internet zu klagen und von der Politik entsprechende rechtliche Einhegungen zu fordern.
Wer hat hier das Monopol? Bernd Neumann zu Google Books
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien („Kulturstaatsminister”) Bernd Neumann hat in Berlin eine bemerkenswerte Rede gehalten. Es stimmt genau das Gegenteil von dem, was Bernd Neumann über Google Books sagt.
Der Islam in deutschen Medien
Ein einhelliges Islambild in deutschen Medien gibt es nicht. Darum kann es weder «islamophob» noch «islamophil» sein. Jeder einzelne Beitrag ist genau zu prüfen, denn überall finden sich gut recherchierte neben undifferenzierten und suggestiven Beiträgen.
SPD-Basis rebelliert gegen Anti-Kinderporno-Gesetz
Aufruf zum Aufstand: Die SPD-Basis will auf dem Parteitag am Sonntag die Bundestagsfraktion drängen, das Netzsperren-Gesetz der Familienministerin in letzter Minute zu verhindern (mehr auch hier).
Die Musikindustrie sieht ihrer eigenen Enteignung zu
Im Internet sind Musik und Videos massenhaft verfügbar, aber davon profitieren nur Google und YouTube. Künstler und unabhängige Musikunternehmen werden von den ihnen eigentlich zustehenden Einnahmequellen abgeschnitten. Kann eine Kultur-Flatrate aus der Misere führen?
Die korrigierte Resolution im Wortlaut
Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Für Clickstrecken, DPA-Abschreibe und Sonntagsreden. Aber nur, wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert bleibt.
«Das Internet» gibt es nicht
Es wird viel geschimpft auf «das Internet» in diesen Tagen. Es macht dumm, es ist der Feind des Geistes, es tut demokratisch, ist es aber nicht, behaupten seine Kritiker.