Heiteres Berufe zertreten oder: Der Blog als Beichtstuhl und Pranger
Der Blog Medienlese hat eine neue Boulevardform für sich entdeckt: den „anonymen Brief“ zur Denunzierung eines Berufsstandes, den Print-Redakteur. Das Eindreschen auf Holzmedien und ihre Protagonisten funktioniert im Netz todsicher. Doch schon Brecht wusste: Jedes Verbrechen hat Name, Anschrift und Gestalt. Das Gleiche gilt für Zivilcourage.
Aus der Zeitungskrise mit Heuschrecken oder Patriarchen? Wie wär`s mit Volksaktien?
Wenn Zeitungen jetzt an Milliardäre und Oligarchen fallen, wünscht sich so mancher „kulturell eingebundenes“ Kapital zurück. Doch statt auf einen neuen Axel Springer zu hoffen, sollte man lieber über «Volksaktien» nachdenken.
Investigativer Journalismus – Presseschau II
Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die Welt. Ein Gericht wird sich nun damit befassen. Die Staatsanwaltschaft Bonn erhöht den Druck auf die Telekom-Späher, wie dem Spiegel zu entnehmen ist. Eine der Schlüsselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom […]
DB ist der neue DFB
Es ist schon atemberaubend, wie schnell nun eine um die andere altbundesdeutsche Institution ihr Unvermögen im Umgang mit der digitalen Öffentlichkeit präsentiert. Der Abmahnversuch der Deutschen Bahn gegenüber Netzpolitik.org ist PR-Harakiri und nicht zu gewinnen.
Ein «Geschäftsmodell» ist kein Dogma. Plädoyer für eine offene Debatte über den Netzjournalismus
Überzeugende Geschäftsmodelle für das professionelle Schreiben im Netz findet man eher selten. Es gibt nur ein paar Ideen, Experimente und fromme Wünsche. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht.
Hombach, die WAZ und die Pressekonsolidierung
Kostensparen und das Drängen auf Konsolidierung lässt sich gut kombinieren – wie der Fall WAZ vs. DPA zeigt. Die Politik steht vor der Frage, ob sie für «Flickenteppiche» in der Presselandschaft kämpft, oder auf «vielfaltssichernde Maßnahmen» hereinfällt.
Zur Zukunft der Medien: Geschäftsmodell dringend gesucht!
Noch fehlen vielen Verlagen die Kompetenzen, um das absehbare «Blutbad» zu überstehen. Wer die neuen Modelle des Publizierens verstehen will, sollte sich unter anderem fragen, warum Xing das Startup Socialmedian gekauft hat.
Wie realistisch ist eine Kulturflatrate für Journalisten?
Am Ende der Debatte zur Zukunft der Medien brach es frustiert aus Hubert Burda heraus: “You get lousy pennies on the web!”
Peichl befürchtet Dauerkrise des Qualitätsjournalismus im Netz
Im Interview mit Carta zeigt sich Markus Peichl atemberaubend skeptisch in Sachen Qualitätsjournalismus und Internet: «Es wird nur ganz wenige Online-Angebote geben, die Journalismus nach den bisher gewohnten Standards auch refinanzieren können.»