Sebastian Lange 15.03.09

Politische Rhetorik: Die kraftlose Sprache von Merkel und Steinmeier ist ein Symptom

Die Spitzenkandidaten finden keine klare und lebendige Sprache. Doch wer nicht leidenschaftlich redet, dem fehlt es am wichtigsten Mittel zur politischen Führung überhaupt. In der Krise ist dies ein schwer erträgliches Vakuum.

Petra Thorbrietz 15.03.09

Roboter für Demente: Digitale Gesundheitspolitik

Roboter sollen Alte auf Trab bringen: Die virtuelle Seniorenpflege verspricht Brainchips, Gehirnjogging und digitale Orientierungshilfen. Die Hilflosigkeit der Politik gegenüber der vergreisenden Gesellschaft können sie nicht beheben.

Robin Meyer-Lucht 13.03.09

Kübelweise Klischees im ARD-Brennpunkt über Winnenden

Politik und Journalisten sind augenscheinlich mit allen Kräften bemüht, die tiefe Verunsicherung, die von einem so schrecklichen Verbrechen wie dem Amoklauf von Winnenden ausgeht, durch größtmögliche Bestätigung des eigenen Vorverständnisses in den Griff zu bekommen. Anders kann ich mir das, was ich gestern Abend im ARD Brennpunkt gesehen habe, nicht erklären.

Matthias Schwenk 12.03.09

Das neue Verständnis von «gut informiert» sein: Lesen, was Freunde lesen

Auf die unübersehbare Vielfalt der medialen Angebote im Internet hat eine neue Generation längst ihre Antwort gefunden: Sie folgt nicht mehr einzelnen Leitmedien, sondern den Meinungsführern im persönlichen Freundeskreis.

Robin Meyer-Lucht 11.03.09

Martin Stadelmaier und die anonymen Internet-Inhalte

Kurt Becks Staatskanzlei-Chef Martin Stadelmaier forderte heute, es solle «keine anonymen Einstellungen im Internet» mehr geben. Soll das heißen, dass auf Blogs nur noch mit voller Namensnennung kommentiert werden darf? Zum Glück nicht.

Wolfgang Michal 09.03.09

Geld raus, Geld rein. Staatliches Krisenmanagement als Münchhausen-Politik

Die Notenbanken in den USA, Großbritannien und Japan gehen in die Offensive: Sie drucken frisches Geld. Die Europäische Zentralbank wird bald folgen (müssen).

Kai Burkhardt 09.03.09

Dreistufiger Unsinn: Die Drei-Stufen-Tests gefährden die Glaubwürdigkeit der Medienaufsicht

Mit den ersten Drei-Stufen-Tests zeigt die ARD streberhaft-vorlaut, welch absurder Verwaltungsaufwand von ihr verlangt wird und zu welchen pseudo-wissenschaftlichen Mitteln sie greifen muss, um die Forderungen des 12. Rundfunkstaatsvertrags zu erfüllen. Warum steht niemand auf und sagt, dass Drei-Stufen-Test in dieser Form Unsinn sind? Das Mediensystem in Deutschland braucht eine einheitliche, externe Aufsicht.

Klaus-Peter Schöppner 09.03.09

„Partei der Mitte“: Der Chancentod der CDU

Nur noch 33 Prozent würden heute die Union wählen, kaum mehr als nach der Parteispendenaffäre 2000. Ein halbes Jahr vor dem Urnengang 2005 lag sie dagegen noch bei 43 Prozent. Die CDU steckt als „Partei der Mitte“ in der „No–Name-Falle“. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern die Summe der Individualinteressen, durch eine dicke Klammer zusammengehalten, können ihre Wahlchancen verbessern.

Christopher Harth 09.03.09

Wahlcomputer-Urteil: Online-Wahlen rücken damit in weite Ferne

Die Nedap-Wahlcomputer vom Typ ESD1 und ESD2 haben sich am vergangenen Diens­tag in die Verfassungsgeschichte der Wahltechnik eingeschrieben. Mit dem Urteil aus Karlsruhe wird die Nutzung von elektronischen Wahlgeräten eine Zukunft haben – die Umsetzung von Online-Wahlen wird durch das Urteil aber erheblich erschwert.

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