ARD-Börsenfrau Anja Kohl moderiert auch für DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubwürdig sein. Jede öffentliche Werbung, jede Nebentätigkeit für eine Firma färbt auf ihr Image ab.
Aus die Maus: Mit SZ-WISSEN verschwindet ein Stück «public interest»
Wenige Monate nach dem Relaunch verliert die «Süddeutsche» das Interesse an ihrem Magazin. Wissenschaft gilt immer noch als «special interest» oder als netter Füller für anzeigenbedingte Restflächen. Ihre Rolle wird unterschätzt.
Blamage ist Teil der Recherche: Online-Wahlkampf ist kein Plug & Play-Produkt
TAZ, FAS und NZZ lästern über die Online-Wahlkampfexperimente der Parteien. Neugier und Gelassenheit ist in den Augen von vielen Journalisten offenbar keine akzeptable Haltung.
CDU-Medienpoltik: Lieber nicht mit den Nutzern reden und alte Medien fördern
Die CDU hat ihre Thesen zur Medienpolitik vorgestellt: In Sachen Kinderporno-Sperren möchte sie mit so manchem reden – aber nicht mit den ganz grundsätzlich betroffenen Internetnutzern. Die Partei möchte lieber Printmedien pauschal beatmen, statt sich zu fragen, wie sie Qualität gerade auch im Netz sicherstellen kann.
Jetzt kommt iTunes für Texte
Der Heidelberger Appell und die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht waren nur ein Vorspiel. Die richtige Panik in der Verlagsbranche kommt noch.
Wer traut noch Westerwelle?
Wählermaximierung ist schön und gut, aber man kann sich in der Politik auch zu Tode – oder wie im Fall der FDP – wieder unter die 10 Prozent taktieren.
Qualitätsjournalisten bei der Arbeit
Die ewige Kontroverse zwischen Journalisten und Bloggern wird wieder einmal um eine Facette reicher, wenn ein Medium wie YouTube uns hinter die Kulissen blicken lässt und Elite-Journalisten bei der Arbeit zeigt…
Ein Town Hall Meeting, das keines war
Das RTL-Townhallformat war eine Merkel-Befragung im «protected mode». Worüber die FAS am Vormittag noch nörgelte, zeigte am Abend seine Stärke: Twitter. Nicht dabei: die klassischen Medien in ihrer digitalen Enthaltsamkeit.
Merkel bei RTL: Kuschelshow für die Einzelfallberaterin der Nation
Die RTL-Sendung «2009 Wir wählen» geriet zum unkritischen Betroffenenplausch mit der Kanzlerin. Merkel konnte sich Fragen nach den größeren politischen Linien bestens entwinden. Sie war augenscheinlich von RTL bis an die Grenze der Manipulation vorab gebrieft worden. Immerhin: Twitter machte das kontrollierte Theater etwas erträglicher.