Bündnis ohne Emphase: Auf Schwarz-Gelb waren wir nicht vorbereitet
Wie konnte uns Schwarz-Gelb so überrumpeln? Das Bündnis hat keine Emphase, keine emotionale Idee, die wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen wäre. Ganz einfach: Weil Schwarz-Gelb nicht gewonnen, sondern die SPD verloren hat. Es gab keinen «Swing» zum altbürgerlichen Lager, sondern nur eine geringere Wahlbeteiligung. Die Misere der Opposition zeigt, dass es neuer gesellschaftlicher Bündnisse bedarf.
Kampagne als «Augmented Reality Game»: Der Mitmachwahlkampf der Piratenpartei
Die Piratenpartei hat bei dieser Bundestagswahl den einzig echten Mitmachwahlkampf geführt. Dabei trägt die «Mission Bundestagswahl» die Züge eines Rollenspiels, das sich in eine Folge von «Quests» zerlegen läßt: Gelöst wurden bisher die Aufgaben Europawahl, Zulassung zur Bundestagswahl, Übernahme der Mehrheiten in den Sozialen Netzwerken. Und nun steht das vorerst letzte Level mit dem Endgegner Wahlurne an.
Hoffentlich das letzte Duell dieser Art
Bilanz der Kommission zum Kanzlerduell: Die TV-Disskussion zwischen Merkel und Steinmeier litt nicht nur unter «absurd profilierungswütigen Moderatoren». Das Elend des Streitgesprächs war auch das Ergebnis einer «auf aseptische Waffengleichheit» bedachten Planung. Sie sollte daher zukünftig bei einer unabhängigen Instanz liegen.
SPD-Medienpolitik: Netzneutralität muss unbedingt geschützt werden
Anfang Steptember hat Frank-Walter Steinmeier auf Carta einen vieldiskutierten medienpolitischen Text veröffentlicht. Marc Jan Eumann, Chef der SPD-Medienkommission, antwortet hier auf Fragen und Kritik zu diesem Text.
Bundestagswahl: Das Schweigen der Lämmer
Bei Obamas Health-Care-Rede war jede Minute emotional aufgeladen, hierzulande ist der Wahlkampf das genaue Gegenteil. Doch ohne Begeisterung und Emotionalität wird kaum einer an die Wahlurne gelockt werden.
Medienschau zum Wahlkampf VI – Nerds, Yeahs, Verhältniswahlrecht
Die Medienschau zur Wahlkampfwoche – diesmal mit der Entdeckung der Nerds, Merkel-Yeaahhs, der Diskussion ums Verhältniswahlrecht, der ‚Generation Tigerente‘ – und mehr.
Ohne Schwarz-Gelb beginnt Merkels Abstieg
Die Geschichte der Kanzler- , Koalitions- und Regierungswechsel lehrt, dass es weniger auf Arithmetik der Mehrheiten, sondern vor allem auf die innerparteiliche Machtkonstellation ankommt. Merkel wird ihre Kanzlermacht nur halten können, wenn ihr eine Koalition mit der FDP gelingt.
Wir sind extrem sozialliberal
In Deutschland gibt es keine konservative Mehrheit. Dass Angela Merkel trotzdem regiert, liegt nur daran, dass sie die anderen Parteien so gut auseinander dividieren kann.
Den Aufbruch nicht verpassen
In der deutschen Politik vollzieht sich die systemnotwendige Veränderung enervierend langsam. Noch einmal werden wir Stillstand als Antwort auf Veränderung nicht verkraften. Ein Wahlaufruf von Tim Renner.