Die Medienkrise ist auch eine Krise der kommerziellen Blogs
Nicht wenige kommerzielle Blogs wirken derzeit fast so ausgezehrt wie der Medienmainstream. Sie leiden aber nicht nur an der Werbekrise: Ihnen fehlt es auch an Reichweite, an Substanz und der richtigen Fokussierung.
Freie Radios in Sachsen vor dem Aus
Die sächsischen Freien Radios sollen Sende- und Leitungskosten selbst übernehmen – und stehen vor der Verstummen. Obwohl eine Förderung möglich wäre, scheitert diese bislang am politischen Willen.
Charts? What are they good for?
Wußten Sie, dass dass eine CD, deren Preis durch Beilage eines T-Shirts in die Höhe getrieben wird, dann auch entsprechend mehr für die Charts zählt? Tim Renner zur überholten Chartlogik und dem Praecox-Problem der Musikindustrie.
Koalitionsvertrag und Internet: Weniger als erhofft, mehr als erwartet
Dem Koalitionsvertrag gelingt in Sachen Medien- und Informationsgesellschaft nicht der große Wurf. Man hätte sich mehr Programmatik und einen ambitionierteren Aufbruch erhofft. Zugleich bekennt er sich bemerkenswert eindeutig zum Internet als dem «freiheitlichsten und effizientesten Informationsforum der Welt» und enthält auch sonst so einige spannende Festlegungen und Projekte.
Der Koalitionsvertrag: Ein Dokument der Ziellosigkeit
Was bringt der Koalitionsvertrag von Schwarz/Gelb in den Bereichen Innenpolitik, Rechtspolitik und Informationsgesellschaft? Es ist ein Dokument der Ziellosigkeit, das sich in ewig langen Füllsätzen verliert, ohne aufzuzeigen, wohin es eigentlich hingehen soll.
Klaus Staeck: Der Nachplapperer
Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, hat sich im Tagesspiegel über die „Blogorrhoe“ im Netz ausgelassen. Gleichzeitig sagt er: „Ich gestehe, ich bin kein Blog-Leser“. Das heißt: Er plappert einfach nach, was er irgendwo aufschnappt.
New York Times: «strategic limbo» bei pay vs. free
Auf einer Veranstaltung gesteht New York Times-Chefredakteur Bill Keller: Wir wissen noch immer nicht, wie wir Bezahlinhalte einführen sollen. Aber: Zuerst sollte man mal die Zeitung weglegen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht.
Journalismus: Jetzt auch aus Textbausteinen vom Kollege Automat
Die größte denkbare Kränkung des Journalistenethos steht bevor: Journalismus ohne Journalisten. Das Computerprogramm «Stat Monkey» kann Spielberichte so gut wie eilige Sportjournalisten produzieren. Es zeigt: Auch «Qualitätsjournalismus» geht häufig nicht über das Baukastenschema hinaus.
ACTA 2009: Internet auf dem Weg zur Informationsquelle Nummer Eins
Über ein Drittel der 20- bis 49-Jährigen mit (Fach)Hochschulreife sind mittlerweile der Meinung, dass sie auf eine Zeitung verzichten können. Schon im nächsten Jahr könnte für diese Gruppe das Internet das wichtigste aktuell-journalistische Medium sein, denn auch das klassische Fernsehen verliert stark. Bei iPhone-Besitzern ist das Netz bereits Medium Nummer Eins.