Zu Guttenberg oder Management by Champignons
Karl-Theodor zu Guttenberg war Liebling der Wähler und Superstar der Medien. Doch sein Glamour-Faktor wird sich im neuen Amt schnell minimieren.
Medienethik: Der Taumelflug der totalen Vielfalt
WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach über asymmetrische Medienkriege, die zerfallende Massengesellschaft, die «splendid isolation» der Öffentlich-Rechtlichen und die «sozialpsychische Demenz» der Internet-Egozentriker.
Ausgleich in Zeiten abnehmenden Wohlstands: Die Politik entdeckt Fairness
Der politische Kompass hat sich verschoben: Im Umgang mit den auseinanderdriftenden gesellschaftlichen Gruppen wird für viele Wähler «Fairness» immer wichtiger. Für die neue Bundesregierung könnte das wahlentscheidend werden.
Rechtsfragen der Informationsgesellschaft – Privatkopie, Affiliate-Hafung, GEZ-Reform
Der Wochenrückblick, diesmal mit: Privatkopie-Verfassungsbeschwerde abgewiesen, Entscheidungsgründe bei Affiliate-Haftung, Zeitungs-Verkaufsautomaten zulässig, Ministerpräsidenten beraten Rundfunkgebühr, EU-Three-Strikes ungelöst, Verschlusssache und Informationsfreiheit – und mehr.
Medienlinks zum Wochenstart: Wer zahlt für Online?
Diesmal mit: Brill und Shirky in Paid-Content-Streitschriften – Marian Semm über notwendige Wertschöpfung bei Paid Content – Soziale Suche – Tante Emma im Web – Pioniergeist statt Festanstellung
Investigativer Journalismus – Presseschau V
Diesmal mit: Günter Wallraff – Telekom-Datenaffäre – Abmahnungen und investigativer Journalismus – Martin Sonneborn – Atomlobby im Wahlkampf – und mehr.
Scoyo: Mit 20 Mio. Euro kam Bertelsmann über Blog-Reichweiten nicht hinaus
Bertelsmann will sich von seinem Prestige-Onlineprojekt «Scoyo» trennen. Die Reichweite dieser 20-Mio.-Website lag offenbar irgendwo zwischen «Design Tagebuch» und «Bildblog». Genutzt wurde Scoyo besonders viel in: Gütersloh. Das Projekt Selbstzerstörung bei Bertelsmann geht weiter.
Ist das Kurzarbeitergeld keine Subvention? Arbeitgeber wollen kürzen – nur nicht bei sich selbst.
Manchmal wundert man sich dann doch ganz schnell wieder. Am Donnerstag noch verzichtete die deutsche Wirtschaft großzügig auf weitere Subventionen. Der Industrieverband BDI rief den Staat energisch auf, endlich die Konsolidierung der Staatsfinanzen in Angriff zu nehmen. Aus Sicht des BDI hätte der Koalitionsvertag wenigstens «einige richtungweisende Sparvorschläge» enthalten müssen. Und am Freitag? Am Freitag […]
Der Röhrenblick: Warum im Journalismus nicht alles auf die private Karte gesetzt werden sollte
Im September diskutierten Forscherinnen und Forscher in Cardiff die Zukunft des Journalismus. Die Botschaft war deutlich: Der Markt alleine richtet es nich, Stiftungen und öffentliche Mittel für journalistische Arbeit sind erforderlich. Was andernorts längst angekommen ist, löst in der Journalismusforschung heftigen Widerspruch aus.