«Konjunkturpaket II»: Halbherziger geht es kaum
Beim Konjunkturpaket II passt kaum etwas zusammen: zu geringes Volumen, zu zögerliches Vorgehen, fehlende zeitliche Begrenzung, mangelnder Richtungssinn. Allein der Konjunktureffekt des geringen Ölpreises sollte höher ausfallen als die Wirkung dieses Pakets. Ein Konjunkturpaket III scheint nicht mehr fern.
Wie Freiherr zu Guttenberg zu Wilhelm wurde
In einem Wikipedia-Eintrag fügte ein Anonymus dem neuen Wirtschaftsminister einen erfundenen Namen hinzu – etliche Medien fielen auf den Trick herein.
Die Krise erreicht die Gesellschaft
Schiesser, Märklin, Rosenthal: Seitdem Traditionsmarken pleitegehen, ist die Rezession für alle gegenwärtig.
Abteilung Attacke
In einem Strategiepapier nennt SPD-Generalsekretär Hubertus Heil «Orientierungspunkte für das Superwahljahr 2009» – Personalisierte Auseinandersetzung zwischen Steinmeier und Merkel
Vertrauen behalten und Kontrolle begrenzen
Der Ruf nach strengeren Regeln für den Finanzmarkt ist verständlich und sicher auch richtig. Nichtsdestoweniger geht es nicht unbesehen um mehr, sondern um bessere Regeln. Denn Regeln haben ihren Preis.
Peres vor der Quadratur des Kreises
Israel steht nach den Wahlen vor einer verworrenen Situation. Tzipi Livni von der Zentrumspartei Kadima, die das Kräftemessen hauchdünn gewonnen hat, sieht sich einem rechts-religiösen Block gegenüber, der ihr eine Regierungsbildung wahrscheinlich verunmöglichen wird.
Der nächste Superlativ
Die Zeichen mehren sich, dass die aktuelle Wirtschaftskrise schlimmer wird als die Große Depression. Es besteht die Gefahr, dass wir aus der rasanten Abwärtsspirale lange nicht herauskommen werden.
Vorschlag zur «Schuldenbremse»: Friss die Hälfte
Die geplante «Schuldenbremse» ist eine fiskalische Rosskur, die zum Scheitern verurteilt ist. Sie erinnert an die Logik eines Übergewichtigen, der morgen mit einer strengen Diät beginnen will und sich heute noch mal ordentlich den Bauch vollschlägt. Der Staat sollte es mal mit «FdH» versuchen, bevor er sich völlig überfordert.
Die Furcht vor Protektionismus
Die Welt fürchtet den Protektionismus. Trotzdem sollten Chinesen und Japaner ihre Währungen schwächen. Eine Abwertung des Yen wäre im Interesse Japans und auch der USA.