Vom Kontrollverlust zur Filtersouveränität
Die Allgegenwart von Aufzeichnungsgeräten verbindet die digitale Welt immer enger mit der analogen. Ist man Teil der Welt, wird man Teil des Internets sein. Suchmaschinen-Abfragen, Leaking-Vorgänge und die steigende Verknüpfbarkeit von Daten haben zu einem Grundgefühl der Informationsüberflutung geführt. In der Bibliothek von Babel muss Öffentlichkeit deshalb radikal neu gedacht werden. Ein Plädoyer für Post-Privacy.
«Schutzlücke»
«Das Kompositum aus Schutz- und -Lücke suggeriert, dass uns der Staat rundherum schützen könnte vor allem Bösen, gäbe es da nicht dieses eine lästige Loch, diese kleine Lücke nämlich…»
Carta streamt Lessig-Vortrag: «What We Should (Finally) Have Learned About Law and Culture on the Net»
Am Dienstagabend hält Lawrence Lessig eine Rede an der American Academy – Carta überträgt sie live.
Medienlinks zum Wochenstart: Was Universal und deutsche Verlage eint
Diesmal mit: Manchmal müssen Unternehmen vor sich selbst geschützt werden – Print/Online: Wettlauf mit der Umsatzlücke – Zeitungssterben: Warten auf einen abgefahrenenen Zug – Niggemeier und Twitter und die Hauptstadtjournalisten – Zukunft der Arbeitswelt
Twitter und die Hauptstadtjournalisten: Die Sorge um das Frage-Kontrollinstrument
Bei der Twitter-Diskussion in der Bundespressekonferenz ging es auch um das Recht der Hauptstadtjournalisten, kritische Fragen an die Regierung zu stellen – so sehen es zumindest viele Hauptstadtjournalisten. Dass der Auftritt der Hauptstadtpresse «grotesk» wirkte, findet aber auch die FAS.
Westerwelle: Der tragisch eindimensionale Ex-König der FDP
Guido Westerwelle ist an der Eindimensionalität seines politischen Denkens und seines Selbstbilds gescheitert. Er wird nicht nur als Parteivorsitzender, sondern auch als Außenminister zurücktreten müssen, wenn die Erneuerung der FDP gelingen soll.
Glanzlichter: Ein Kaninchen, eine Lokalzeitung und das Guidomobil
Die Glanzlichter sind eine Auswahl von neuen und älteren Texten, die ich lesenswert finde. Heute u.a. mit «Andere arbeiten immer. Ich arbeite nie.», «Leistungsschutzrechte schaden – auch den Verlagen» und das Tumblelog «ZREN» als Blog-Glanzlicht.
Warum Twitter ein sicherer Ort ist
Twitter ist «ein Raum, welcher kaum geeignet ist, Bezeichnetes auszuschliessen, aber vielmehr Ausgeschlossenes zu integrieren vermag.» Deshalb sei Twitter ein sicherer, beruhigender Ort. Eine kulturtheoretische Annäherung vom rebell.tv-Team.
Die Grünen am Vorabend ihrer dritten Krise
Den Grünen steht ihre dritte Häutung erst noch bevor. Nach dem Fundi-Realo-Konflikt Ende der achtziger Jahre und dem Pazifismusstreit 1999 folgt nun die Metamorphose zur Volkspartei.