Miriam Meckel | 39 Kommentar(e)
Das ist der Merkel-Feminismus: Alle mächtigen Männer der CDU solange wegzuloben oder zu befördern, bis sie selbst gehen, lahm gelegt oder jenseits des entscheidenden politischen Einflussradius angelangt sind. Es ist zugleich ein einsamer Feminismus – dessen wichtigster Referenzpunkt Merkels Machterhalt selbst bleibt.
04.06.2010 |
Es spricht für sich, dass zwei Frauen an der Spitze Deutschlands, als Bundeskanzlerin und Bundespräsidentin, ein „Ladies Overkill“ wären, den Deutschland noch nicht verkraften kann. Anachronismus ist selbsterklärend.
Was immer die Bundeskanzlerin bewogen hat, sich auf Christian Wulff festzulegen, es hat sicher auch damit zu tun, dass sie eine Realpolitikerin ist und immer sehr schnell begreift, was sie durchsetzen kann und was ihr hilft. Wulff hilft ihr als Bundespräsident, weil er ihr als Ministerpräsident dann nicht mehr schaden kann.
Das ist der Merkel-Feminismus: Alle mächtigen Männer der CDU solange wegzuloben oder zu befördern, bis sie selbst gehen, lahm gelegt oder jenseits des entscheidenden politischen Einflussradius angelangt sind. Koch geht. Rüttgers ist abgewählt. Wulff wird Bundespräsident.
Haben wir nicht immer gefordert, Frauen müssten dieselben konsequenten Machtstrategien entwickeln wie Männer, um endlich gleichberechtigt zu sein und ihre Positionen zu sichern? Angela Merkel zeigt vorbildlich, wie das geht. Dafür gebührt ihr Respekt.
Diese Strategie hat allerdings zwei Nachteile: Zum einen sind noch immer deutlich mehr Führungspositionen in der Politik mit Männern besetzt. Wenn die männlichen Konkurrenten raufgelobt werden müssen, um die eigene Position abzusichern, verstopfen sie die Aufstiegskanäle für Frauen. Zum anderen hat sie im aktuellen Entscheidungsfall in Kauf genommen, dass ihre politisch Verbündete Ursula von der Leyen beschädigt wird. Es gibt gute Gründe, sie als Arbeitsministerin zu behalten. Es hätte ebenso gute Gründe gegeben, dann die Gerüchteküche über sie als mögliche Bundespräsidentin schnell zu schließen.
Ein sehr einsamer Feminismus ist es, der bei Angela Merkel aufscheint. Er ist mehr Ergebnis als Antrieb politischer Entscheidungen und subsumiert die Frage nach Frauen und politischer Macht unter die der individuellen Machtabsicherung. Vielleicht geht das in der Politik nicht anders. Vielleicht geht das nach einem tradierten, analogen Politikverständnis nicht anders, das nach dem Prinzip „up or out“ funktioniert. Vielleicht ist das auch die traurige Begleiterscheinung von Frauen in Machtpositionen, die noch so selten sind, dass ihr eigener Machterhalt ständiger Referenzpunkt bleiben muss.
Wulff ist „up and out“. Das ist gut für Merkel. Ursula von der Leyen hat noch viele Optionen. Sie könnte nicht nur Ambitionen als Bundespräsidentin haben, sondern womöglich auch als künftige Bundeskanzlerin. Fragt sich, wie das Ein-Frauen-System des Merkel-Feminismus dann reagiert.
Crosspost von miriammeckel.




[...] This post was mentioned on Twitter by Carta, Carta. Carta said: Der Merkel-Feminismus http://goo.gl/fb/YwCQ1 [...]
Ich möchte nur daran erinnern, dass genau diesen Merkel-Feminismus zuvor auch schon Kohl (Helmut!) betrieben hat. Er hatte ein ähnliches Geschick darin, seine Widersacher oder gefährliche Konkurrenten auszuschalten. Wie nennt man das dann? Kohl-Maskulismus?
Jaja, die Angela Merkel… Ich denke ja, dass sie nichts tut, wenn sie nicht ihren Vorteil daraus ziehen kann. Und ich weiß gar nicht, ob uns das so gut bekommen würde, wenn wir noch mehr feminine Personen da oben hätten wie sie – ich fürchte nein.
Zum Glück ist wenigstens das Thema von der Leyen vom Tisch. Da trifft uns Herr Wulff mit Sicherheit um einiges besser.
Mir deicht die Autorin hätte gerne von der Leyen als BP-Kandidaten gesehen. Und das ist etwas, was ich am Feminismus nicht verstehe: Entscheidungen werden nur nach Geschlecht getroffen, wie ungeeignet die Auserwählte ist, ist den Feministinnen offenbar völlig wurscht. Das ist in meinen Augen ein reiner Geschlechtsfaschismus!
Sollen Feministinnen ruhig ihre Geschlechtsgenossinen weiter gegen die ach so bösen Männer aufhetzen. Sollen bei Grünen und Linken ruhig weiter Frauen auf wichtige Posten gesetzt werden, obwohl es oft weit fähigere, männliche Kandidaten gibt. Für mich bedeutet echte Gleichberechtigung etwas anderes. Und deshalb würde ich auch nie (mehr) besagte Parteien wählen.
Gottlob konnte das Übel einer Bundes-Zensursula verhindert werden! Und man kann mir glauben: sollte es eine fähige(!) Kandidatin gegeben haben, hätte ich ganz sicher kein Problem damit.
Vielleicht bin ich zu naiv, um die präsidentielle Wichtigkeit des Feminismus zu begreifen. Aber ist es nicht viel schlimmer mit einem Bundespräsidenten Wulff zu leben, als die Tatsache, dass er keine Frau ist? Und vor allem: dass dieser selten intelligente, leere, beliebige Parteisoldat aus macht- und parteipolitischem Kalkül nun unser Bundespräsident wird?
Denn dank des Anpissversuchs der SPD in Richtung Linke (Joachium Gauck, den ich persönlich schätze) ist trotz der selbst im s.g. bürgerlichen Lager nicht hohen Beliebtheit Wulffs alles entschieden. Die SPD befördert treffsicher Wulff ins Schloss Bellevue und beweist somit wieder einmal wie kompetent ist.
@ Tharben: Gauck als Kandidat zeigt, dass andere Parteien intellektuelle Kapazitäten mobilisieren können im Vergleich zum bislang eher operativen Politiker Wulff. So gesehen ist das ein Teilerfolg für die SPD.
Nach Gesine Schwan wollte Sie wohl nicht ein zweites Mal so tun, als ob sie ernsthaft in der Bundesversammlung etwas drehen könnte.
Lieber ein guter Kandidat, der klar verliert, als ein Kompromisskandidat für das rot-rot-grüne Lager, er dann knapp scheitert.
Rot-Rot-Grün wird an anderer Stelle verhandelt. Nicht hier.
@Robin (#6)
Gauck wird nicht Bundespräsident werden können. Soweit scheinen wir einer Meinung zu sein. Dein Teilerfolg der SPD wird nach wenigen Tagen, nämlich nachdem Wulff ins höchste Amt des Staates gewählt wurde, vergessen sein. Der Teil des Erfolges der SPD ist also geringer als verschwindend.
Ich führe gerne – Fefe hat mich auf diese Idee gebracht – Hans-Jürgen Papier als Beispiel an. Von rechts (FDP) bis links (Die Linke) hätte dieser Mann Wunschkandidat sein können.
Lieber ein Joachim Gauck, der klar verliert, als ein Hans-Jürgen Papier, der gegen Wulff klar gewönne? Erstaunlich. Ist notiert.
Was genau hat das mit Rot-Rot-Grün zu tun?
(Und nein, niemand hier weiß, ob Papier von der SPD gefragt wurde. Und falls er gefragt wurde, ob er sich für den besseren Kandidaten gehalten hätte. Aber das ist anzunehmen).
@Tharben
Lieber mit einem Bundespräsidenten wie Wulff leben als mit einer Bundespräsidentin, die den Namen von der Leyen trägt. Diese nach außen aufgebaute perfekte Scheinwelt von ihr nervt doch gewaltig für meinen Geschmack. Sind wir mal ehrlich – mehrere Kinder bekommen, sie an eine Nanny abschieben und sich dann als gute Mutter und perfekt Familienmanagerin darzustellen – das können wir nun wirklich alle!
[...] This post was mentioned on Twitter by Markus Trapp, Hardy Prothmann. Hardy Prothmann said: Keine ganz schlechte These der Frau Meckel über Frau Merkel. Wortspiele mit Mecker und Makel folgen sicher… http://carta.info/28531 [...]
Gegen den oben treffend beschriebenen ‘Merkel-Feminismus’ wäre grds. nichts einzuwenden, wenn denn Frau Dr. Merkel eine gute Kanzlerin ist. Ihre ‘politischen Freunde’ müssen schließlich bei ihrer strategischen Pöstchenverteilung nicht mitmachen. Da ich das ‘gut’ – auch bei wohlwollender Betrachtungsweise – nicht sehe, schadet dieser ‘Merkel-Feminismus’ uns Bürgern.
Wofür steht die Kanzlerin? Wie übt sie ihre Richtlinienkompetenz aus? Ist sie klug genug für das Amt, versteht sie schwierige Zusammenhänge? Frau v. d. L. verfügt nach meiner Einschätzung über eine viel bessere Auffassungsgabe und bemüht sich, Fragen zu beantworten.
Die CDU scheint Wähler zu verlieren. Eine Frau v. d. L. würde es als künftige Kanzlerkandidatin vermutlich schwer haben, es nicht schaffen. Als Bundespräsidentin hätte ich sie lieber gesehen, dieses Amt wäre ihr sicher gewesen. Nun kommt der Wolf(f), der keiner ist. Der ‘Merkel-Feminismus’ schadet den weiblichen CDU-Politikerinnen, ist gar kein Feminismus.
@noname: Frau von der Leyen hat bereits bewiesen, was sie wirklich kann – nämlich nicht viel. Sie ist entweder dummdreist oder gerissen, ich weiß es nicht. Denn sie hat gefälschte “Fakten” vorgelegt, die u.a. In Widerspruch zu Interpol standen. Sie hat Indien mit falschen Behauptungen brüskiert. Und sie hat eine ganze Generation vor den Kopf gestoßen. Sie hat Kinderpornografie instrumentalisiert um eine Zensurinfrastruktur einzuführen, bei der die Täter ungeschoren blieben.
Frau von der Leyen wäre nun wirklich die denkbar schlechteste Alternative für das Amt des Bundespräsidenten. Trotzdem wünschten sich viele diese untragbare Frau – vor allem Frauen über 50. Das ist unfassbar! Ich befürchte, dass diese Klientel auch jede andere Dumpfbacke unterstützt hätte – solange sie eine Frau ist.
Echte Erfolge hat von der Leyen übrigens nicht vorzuweisen.
@Oliver, mit denen von Ihnen genannten Beispielen glänzte Frau von der Leyen wirklich nicht. Aber Wulff, ein Abnicker? Dann lieber Frau v.d.L. – aber das war’s dann für sie. Als Bundesarbeitsministerin hat sie genug zu tun.
Wie über 50-Jährige wählen, weiß ich nicht. Was die Älteren gucken, ist eher bekannt.
Wen hätten Sie denn gerne als Kandidaten?
@noname: Ich würde sicherlich keinen aktiven Politiker favorisieren, auch nicht Wulff. Aber ein Abnicker? Vielleicht, aber in Relation zu Frau von der Leyen ein streitbarer Geselle. Von der Leyen hätte sicherlich alles abgenickt, von ihren eigenen Zensurträumen (oder der der Musikindustrie?) bis zur Bundeswehr im Innern. Aber machen wir uns nichts vor: der BP prüft lediglich, ob ein Entwurf im Einklang mit der Verfassung ist – nicht mehr. Natürlich darf er auch Reden halten und den moralischen Zeigefinger erheben. Aber von der Leyen als moralische Instanz? Warum nicht gleich Dieter Bohlen?
Dürfte ich mir einen Kandidaten aussuchen, so käme z. B. Ulrich Wickert in Frage. Dessen Definition von Wahrhaftigkeit sollten sich unsere Politiker mal zu Gemüte führen und verinnerlichen. Zu finden im “Buch der Tugenden” oder auch in der Wikipedia unter “Wahrhaftigkeit”.
Papier wäre sicherlich auch kein schlechter Kandidat. Da aber nur Wulff und Gauck nominiert wurden, fiele meine Wahl eher auf Gauck.
Wer im Ausland lebt und die Deutschen im Ausland analysiert und die deutsche Presse und DW International studiert, der kommt zu der klaren Erkenntnis: Die deutschen Frauen sind intelligenter als die Maenner. Der deutsche Mann ist heute oft ein Trottel (Koehler, Westerwelle…) oder ein unreifer Erzatz-Cowboy mit einem erotischen Verhaeltnis zu dem Auto… — Illner, Kaesmann, Wagenknecht, von der Leyen – das sind noch “Kerle” mit welchen man zur neuchternen Tat mit anpacken kann! ( Put the guys into the kitchen!)
… und Frau Merkel hat nicht erkannt, dass Frau von der Leyen ihre Zähne nicht nur zum Lachen hat.
Im Hintergrund schwingt doch immer die Behauptung mit, Frauen können es besser als Männer. Soziale Kompetenz und Gedöns lassen grüßen.
Merkel macht einen guten Job in eigener Sache, als Kanzlerin ist sie lausig.
Das könnte ja auch das Vorurteil bestätigen, dass Frauen weitaus intriganter sind als Männer. However.
Diese Geschlechter-Diskussion ist nur das Mittel, mit dem irgendwelche Gender-FaschistInnen ihr Fördermittel abgreifen können. Um Inhalte geht es längst nicht mehr. Und das ist arm.
Meckel-Feminismus – Eine Replik auf Miriam Meckels ‘Merkel-Feminismus’…
Miriam Meckel kritisiert einen ‘Merkel-Feminismus’, skizziert dabei aber unbewußt einen allzu verstaubten ‘Meckel-Feminismus’. 01 – Gleichberechtigung als Vision der Frau im 21. Jahrhundert? “Haben wir nicht immer gefordert, Frauen müssten dieselb…
@Oliver: Ulrich Wickert? Warum nicht gleich Anne Will?
Jetzt wird diese Bundespräsidentenwahl wieder zur Polit Posse. Warum zur Hölle können sich die CDU und die SPD nicht auf einen Kandidaten einigen, der von beiden Parteien getragen wird. Gauck wäre ja so einer. Auf der anderen Seite ist der ja auch viel zu alt. Mit 70 hält der den Stress ja nicht durch. Da ist der Hannoveraner schon viel jünger. Mal schauen wer es werden wird und ob er länger duchhält als der Köhler.
@Hausbau- Experte (#8)
Mit dieser Haltung wird Ihnen sicherlich der Artikel von Jens Berger gefallen: Politisches Leyen-Spiel
@noName (#18)
Ist der Name Hagen Rether eigentlich schon gefallen? Kluger Mann, charismatisch, aber vermutlich einen Tick zu jung. Schade.
Hagen Rether, genau! ;) Volker Pispers wäre auch nicht schlecht.
Fraglich bleibt, warum Carta einer den Geschlechterkrieg forcierenden Radikalen eine Plattform bietet.
#19, #20: Hagen Rether! :))
http://de.wikipedia.org/wiki/Hagen_Rether Alter passt auch, >=40.
“Feminismus”? Haben wir keine anderen Probleme?
@Chat Atkins, ja, die haben wir.
Nach meiner Interpretation will die Postingverfasserin ein Phänomen einer weiblichen (?) Karrieristin (Dresscode: unifarbende Blazer-Mode) beschreiben, welches sie selbst erstaunlich findet und formuliert etwas ungeschickt: „Dafür gebührt ihr Respekt.“ Merkwürdig ist, dass das Beschriebene mit Feminismus nichts zu tun hat. Bei ‚Merkel-Feminismus‘ handelt es sich um eine sprachliche Zuspitzung, die hier – im Gegensatz zu der Bundesleberwurst – ok ist. Bin gespannt, welche Wortschöpfungen aus den USA demnächst kreiert werden.
Beim Wort ‚Feminismus‘ geht ein Aufschrei durch die Männerwelt – find’s immer wieder amüsant. Im Cicero erschien hierzu mal ein – auch für Frauen – lesenswerter Artikel aus Männersicht, finde den nur nicht.
„Das schwächelnde Geschlecht“:
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&item=3918
Der Merkel-Feminismus ist kein Feminismus und der Artikel offensichtlich Satire! Jedenfalls kann man ihn in meinen Augen nicht anders einordnen.
Der Link führt lediglich auf eine Kommentarseite.
Aus meiner Sicht ist das weibliche Geschlecht heute gleichberechtigt – teilweise sogar bevorzugt. So werden im öffentlichen Dienst Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Und zwar selbst da, wo die Frauen dominieren. Das ist zB bei Krankenschwestern bzw -pflegern der Fall. Dabei nutzt es den Frauen recht wenig, ist dieser Beruf doch eher ein schlecht bezahlter.
Frauenförderung hatte vielleicht ihren Sinn in den 80-ern – heute ist sie überholt und kontraproduktiv, wenn auch “politisch korrekt”. Die s.g. Gleichstellung ist eine einseitige Bevorzugung der Frau. Eine geschlechtsneutrale Formulierung wurde im Gesetz offenbar bewusst nicht gewählt. Die Gleichstellungsbeauftragte ist nach wie vor eine reine Frauenbeauftragte – Männer sind nicht mal wahlberechtigt. Gleichstellung ist also nichts weiter als ein Euphemismus.
Das Geld, welches in gendergerechte Formulierungen von Texten gepumpt wird, könnte man weitaus besser anlegen. Das Gewerkschaftsungetüm verdi zB könnte sich auch auf ihre ureigenen Aufgaben besinnen – Fehlanzeige.
Neulich berichtete mit ein Gewerkschaftler, dass die Frauen zwar gerne mitbestimmen und Frauen auf Posten setzen wollen, aber oft nicht dazu bereit sind selbst tätig zu werden. In der Politik ist es doch ähnlich. Diejenigen, die sich hervortun sind oft radikale Feministinnen. Die breite Masse der Frauen ist (leider) nicht sonderlich an Politik interessiert.
Ich habe Hochachtung vor Frauen, die sich auch ohne Frauenförderung in der ach so bösen Männerwelt durchsetzen können. DAS sind echte Powerfrauen – nicht diejenigen, die nur wegen einer Quote auf irgendeinem Posten sitzen.
Sehr bezeichnend ist auch, dass andersdenkende Frauen von Feministinnen gnadenlos niedergemacht werden. Eine Alice Schwarzer ist da ganz groß.
Der Höhepunkt feministischer Verwirrtheit ist allerdings die feministische Linguistik. Diese Sprachvergewaltigung ist nicht nur unnötig, sondern basiert einzig und allein auf den Minderwertigkeitskomplexen von Feministinnen.
@Oliver: Wenn Sie „Das schwächelnde Geschlecht“ bei einer Suchmaschine eingeben, gelangen Sie auf den Text.
Vieles, was Sie schreiben, stimmt. Das Thema Frauen und Männer in Berufen sehe ich persönlich (als Frau) ganz entspannt. Allerdings verstehe ich nicht, dass Frauen oft schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Das Schwangerschaftssrisko sollte sich nicht auf eine schlechtere Bezahlung niederschlagen. Frauen sind oft bescheidender, wenn sie was erreicht haben. Aber ich denke auch, dass der Text oben eher satirisch gemeint ist (Danke für die Klarstellung!) und aufzeigt, wie Blazer-Kanzlerin ihre Kollegen strategisch versetzt und die (Blöd-)Männer – hab ich nicht geschrieben – da auch noch treudoof mitmachen. Schon fast witzig, wenn wir nicht, wie @Chat Atkins fragte, wirklich andere Probleme hätten!
[...] (1) 2. nerdcore (2) 3. Carta (5) 4. Stefan Niggemeier (7) 5. Fefe`s Blog (9) 6. Fünf Filmfreunde (25) 7. blog.rebellen.info [...]
[Feministinnen und Philosophen] Ende April d.J. fand die bundesweite Hezzz-Kampagne gegen die SETI-Aktivitäten von Stephen Hawking — verdientes Mitglied der World Science Community — statt. (SETI= Search for Extraterrestrial Intelligence)
Zwei Berufsgruppen wurden als besonders Irrenanstalt-gefährdet beurteilt… Siehe Jörg Friedrich, “Was täten die Aliens? Und was täten wir?”, 27.04.2010 18:15 in
http://www.scienceblogs.de/arte-fakten/2010/04/was-taten-die-aliens-und-was-taten-wir.php
Zitat: “Feministinnen und Philosophen würden über Aliens spekulieren und von den Wissenschaftlern für verrückt erklärt werden.”
Ob das nun eine Bedeutung für den “politischen Feminismus” und auch die hiesige Debatte hat?! ;-)
@Chat Atkins
Recht hast Du. Wenn wir uns mal alle um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmern würden… ABER ist die Regierung, die sich um unser Land kümmern soll, nicht durchaus eines unserer Probleme? Und wenn dies in Verbindung mit dem Feminismus steht, haben wir sehrwohl zwar andere, aber kaum wichtigere Probleme ;).
[...] Der Merkel-Feminismus: Miriam Meckel hat mal wieder eine atemberaubend flache Argumentation in die Welt gesetzt. Ich frage mich langsam, ob das Berkman Center oder gar David Weinberger selbst an soviel Seichtigkeit ertrinken. Ein weiterer Tiefpunkt in der Schreiberei der deutschen Medienexperten…br / Man hätte soviel zu Merkel sagen können, und so Weniges kam heraus, das auf 67235451 andere Politiker anwendbar ist. [...]
[Was ist Feminismus?] Die Frage möchte ich doch stellen und ist m.E. auch geboten. Diverse Lexika und auch Wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus antworten zwar, aber wie definiert ihn die Autorin selbst? Meine ursprüngliche Frage war, was versteht sie unter “Merkel-Feminismus”?! Wie jede/r Politiker/in hat auch Frau Merkel einen Standpunkt zu jedem politischen Thema, so auch zur allg. Frauenpolitik (=die Frauen betreffende Politik); ist dieser Standpunkt als “Merkel-Feminismus” zu verstehen?
Etwas komisch erscheint mir die Darstellung, Frau Bundeskanzlerin würde die mächtigen Männer ihrer Partei ausmanövrieren… Was macht sie denn mit den mächtigen Frauen? ;-) (Sicherlich, Wettbewerb und Konkurrenz gibt es in jeder Parteinomenklatur, Politik-Beobachter/innen schreiben ab&zu auch “dies&das ist Ergebnis des innerparteilichen Konkurrenzkampfes”. Oft wurde starken Politikern/innen auch vorgeworfen, sie umgeben sich mit schwachen Persönlichkeiten, wodurch die richtige Nachfolge kaum zu finden ist.)
Dieser Carta-Artikel ist “crossgepostet” worden von http://www.miriammeckel.de/2010/06/04/der-merkel-feminismus/ (dort mit Datum 04.06.2010 16:35) und da steht “Kommentare sind derzeit geschlossen.”.
Habe den Text gefunden und werde ihn bei Gelegenheit noch mal in Ruhe lesen (ich bin unterwegs und schreibe vom Handy aus).
Dass Frauen schlechter verdienen hört man oft. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob da was dran ist oder ob es sich wieder nur um feministisches Blendwerk handelt. Es gibt m. W. keinen Tarif, der Frauen benachteiligt. Und bei Managergehältern wollen such Frauen hoffentlich nicht wirklich beklagen, schließlich zählt dort Durchsetzungsvermögen. Es ist sicherlich wahr, dass Frauen noch(!) häufiger als Männer in schlecht bezahlten, gering-qualifizierten Berufen arbeiten. Aber da hilft ein wenig Geduld. Andererseits frage ich mich, warum Friseurin derzeit der beliebteste Ausbildungsberuf bei jungen Mädchen ist.
Sicherlich gibt es Ungerechtigkeiten bei der Entlohnung verschiedener Tätigkeiten. Diese sind aber selten geschlechtsbezogen! Man schaue sich nur mal verschiedene Berufe oder auch nur Tarife an und bilde sich ein Urteil.
Man kann und sollte einiges für Frauen (Schwangere, Mütter insb. Alleinerziehende) tun. Jedoch meine ich, dass der Staat da viel mehr eine Garantenstellung übernehmen sollte, als die Verantwortung nur auf die Arbeitgeber zu schieben. Auch beim Kindesunterhalt sollte eine Alleinerziehende nicht von rechtzeitigen Zahlung durch den Kindsvater abhängig sein.
Ich befürchte übrigens Frau Meckel meint es ernst.
@Oliver: “(ich bin unterwegs und schreibe vom Handy aus).” Das merkt man. :)
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