Musikwirtschaftshearing: Denkt Euch ein neues Urheberrecht!
Für den morgigen Dienstag hat das Bundeswirtschaftsministerium die Musikindustrie zu einem Hearing ins Berliner Radialsystem geladen. Doch statt eine Debatte über die Erneuerung des Urheberrechts zu führen, es den digitalen Realitäten anzupassen und eine faire Vergütung für Kreative und ihre Geldgeber durchzusetzen, werden die Lobbyisten lediglich größere Härte fordern. Das versperrt nur die Sicht auf eine Lösung.
Alan Rusbridger: Journalismus muss sich verändern, um relevant zu bleiben
Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian: «Wenn wir beim Online-Geschäftsmodell nicht weiterkommen, dann müssen wir als Journalisten vor allem darüber nachdenken, wie sich Journalismus verändern muss, um weiter wichtig und relevant zu bleiben.» Ein achtminütiges Video von seinem Auftritt am Berliner Institut für Medienpolitik.
Kostenlos-Kultur ≠ Urheberrechtsverletzung: 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten
Die Debatte um Internet und Urheberrecht zeigt vor allem eines: den Unwillen weiter Teile des Führungspersonals hierzulande, sich auf die neue Wissensökonomie des Internets einzulassen. Statt zu gestalten wird gezetert. Dabei kann das Urheberrecht allein die alten Institutionen nicht retten.
Der Aufstand der Technik
Technik greift heute mit einer Kraft in das Leben von Menschen ein, wie es bislang nur die Natur tat. Ein Ausfall, wie der des T-Mobile-Netzes, zeigt dies überdeutlich. Unsere Abhängigkeit registrieren wir nur ungern.
Richard Collins: ARD & ZDF Gebührengelder abnehmen und an Blogger verteilen?
Der britische Wissenschaftler Richard Collins schlägt vor, Gebührengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu fördern. Das Internet stelle die herausragende Position der Rundfunkanstalten in Frage.
Herr Diekmann und sein Geburtsfehler
Nun weinen sie – weil sie das Internet unterschätzt haben. Zehn Jahre lang haben sie geschlafen. Jetzt erst begreifen Verleger und Großjournalisten, dass ihnen ein Geschäftsmodell fehlt.
In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?
Peter Glaser hat einen sehr lesenswerten Essay über die Internet-Gesellschaft geschrieben, in der er leben möchte. Eben auf der Republica vorgetragen und hier ist der Link.
Online-Spiele sind die neue Rockmusik: Das ideale Feindbild konservativer Hinterbänkler
Als vor zehn Jahren das schreckliche Massaker an der Columbine High School stattfand, zeigte man in der ARD einen Ausschnitt aus dem Cure Video «Killing an Arab». Der Reflex funktioniert noch immer, lediglich die gute, alte Rockmusik hat ihre Position als bedrohliche, fremde Welt verloren. Niemanden interessiert sich mehr dafür was Robert S., Tim K. oder andere Mörder für Musik hören. Dafür stehen nun Computerspiele als bedrohliches Chiffre für jugendliche Eigenwelten. Toll für Journalisten, die mit einfachen Modellen versuchen müssen das Unfassbare greifbar zu machen.
Augsteins Internetbaustelle: Wird der Freitag das nächste Zoomer.de?
Holtzbrincks Zoomer ist ja schon Geschichte. Augsteins Freitag dagegen hat gerade erst so richtig neu begonnen, inzwischen aber schon Ärger mit seinen Bloggern. Was auf den ersten Blick nur nach technischen Unzulänglichkeiten einer Anlaufphase aussieht, könnte ein tief reichendes Kulturproblem sein und das gesamte Projekt in Gefahr bringen.