Die Diskussion um Burdas «Fairplay in der digitalen Welt» (Update)
Mit seiner Forderung nach einem erweiterten Leistungsschutzrecht für Verlage hat Hubert Burda großes Echo ausgelöst. In der Zusammenschau überwiegen die ablehnenden Stimmen.
Als ich mal neben Hubert Burda saß
Ich halte Hubert Burda für viel zu schlau, als dass er blauäugig mal eben unüberlegt einen feuilletonistischen Meinungsbeitrag ohne Ziel und Zweck abdrucken lässt. Sein Text ist ein einziger Appell an die Politik, erneut Partei für die Verleger zu ergreifen. Das hat schon bei der Breitseite gegen die Onlineaktivitäten des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks sehr gut funktioniert.
Lieber Hubert Burda, gegen Google helfen keine Gesetze …
Werden Verlage im Internet schleichend enteignet? Hubert Burda vertritt diese Auffassung aktuell in der FAZ und macht sich für ein Leistungsschutzrecht stark. Statt aber nach dem Staat zu rufen, sollten die Verlage Google mit seinen eigenen Waffen schlagen und auch selbst Angebote à la Google News machen.
Requiem für die Popkomm: Die Zukunft finden wir nur gemeinsam
Die Popkomm war zuletzt eine Veranstaltung für eine Branche ohne funktionierendes Geschäftsmodell und mit Hang zur selbstverliebten Trivialisierung. Nach der Absage heißt es nun für alle: «Zurück auf Los!» – zum Glück.
Boston Globe: Wertlos, aber systemrelevant?
Der Boston Globe ringt um die Zukunft, die Aasgeier lauern bereits im Gebüsch. Medienforscher sind neugierig, was passieren wird, wenn es im ersten großen Agglomerationsraum der USA keine große Tageszeitung mehr gibt.
Medienlinks zum Wochenstart: Fakten finden bei Twitter
Diesmal mit: Tweets verifizieren – Twitter ist kein Medium – Neue Online-Anzeigenmodelle mit Flyerboard und Real-Time Ads – Warum der Economist nicht wie Google werden muss – Nichts ist so alt wie die Zeitung von heute
Blogs beeinflussen mit Bertelsmann
Als heraus kam, dass die Deutsche Bahn politische Debatten in Internet-Foren mit viel Geld beeinflusst hat, blinkte bei mir ein Fragelämpchen auf: Wie erkennt man eigentlich Miet-Lobbyisten im Netz?
Desinvestieren für eine bessere Medienwelt – das Internet als Fanal und Hoffnungsträger
Der Blick in die Vergangenheit ist kein guter Ratgeber für die Zukunft. Medienvertreter und Politik sollten sich schleunigst Leitbilder für das Jahr 2020 erarbeiten. Dabei stehen die Manager vor einer fast unlösbaren Aufgabe: Desinvestieren für eine bessere Medienwelt.
Orientierungslosigkeit, Journalismus, Medienindustrie: Eine Endlosschleife, gerade
Erst Medienforum NRW, dann Thomas Leif: Man hat das Gefühl, ein Mediensystem im Abstieg zu besichtigen. Die Tabuisierung von Hinfälligkeiten ist derzeit wohl die Hauptwurzel allen unspirierten Sprechens über Journalismus.