Journalismus ohne Haltung – eine Polemik
Das journalistische Versagen liegt nicht in der Ausladung der AfD von den TV-Duellen, sondern darin, dass der SWR eine Einladung überhaupt erwogen hat. Es verweist auf ein grundsätzliches Problem des Journalismus: Eine merkwürdige Mischung aus Hybris und Kleinmut.
Der GAU von Köln: Sind wir wehrlos oder nur bequem?
In Leipzig randalieren rechte Hooligans, in Düsseldorf organisiert sich die Bürgerwehr. Die Risse in der Gesellschaft werden breiter. Doch warum gelingt es uns heute nicht, die Intellektuellen wie zur Zeit der Friedens- und Ostpolitik zugunsten unseres Gemeinwesens zusammenzubringen?
Die Zeichen der Zeit
„Fordern und klagen, das gehört auch zum Geschäft“. Heinz Fischer-Heidlberger, der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), im Gespräch über Transparenz und Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender und die Überfinanzierung der Landesmedienanstalten.
Jakob Augstein und die Klassenfront
Mit Naziproleten gegen die Klassenversöhnung
Wissenschaftliches Fast Food
Der Wissenschaftsjournalismus befindet sich im Umbruch und damit in prekärer Lage. Durch die Krise der klassischen Medien und das Ausdünnen von Wissenschaftsredaktionen, das Erstarken der Online-Vermittlung von Wissenschaft, aber auch durch den Wettbewerbs- und Selbstdarstellungsdruck von Hochschulen findet eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse statt, die eine seriöse Wissenschaftskommunikation nicht immer fördert.
Zeit der Unsicherheit oder: Zerbrechen als Feuilleton-Problem
Unsere heutige gesellschaftliche „Eigenheit“ liegt nicht im Untergang irgendeines „westdeutschen Wertegefüges“. Sie besteht darin, dass wir alle seit einem Vierteljahrhundert in einem Durchgangszeitalter leben.
Post vom Vorstand
In Zeiten der Krise zeigt sich meist das wahre Gesicht, treten die genauen Konturen hervor. Manchmal erschrickt man kurz. Mathias Döpfner zwischen Contenance und Schlachtruf.
Aufmerksamkeit ist die stärkste Droge unserer Zeit
Was ist die richtige Antwort auf unsere Sucht nach Aufmerksamkeit?
Als die Geschichte zu rotieren begann – Von der Volkszeitung zum Freitag
Am 9. November 1990 Jahren erschien „der Freitag“ das erste Mal. Mitbegründer Franz Sommerfeld blickt zurück auf die Vorgeschichte der aus dem Ost-Berliner Sonntag und der DKP-nahen Deutschen Volkszeitung entstandenen Wochenzeitung.