Die Wirtschaftsredaktion betet zum Gott Wachstum
Früher „Wachstum“ und „Innovation“, heute „Industrie 4.0“? Eine Studie belegt, wie leichtfertig der Journalismus Begriffe der Standard-Ökonomie übernimmt, die weder wertneutral noch unhinterfragbar sind.
Hillary Clintons apokalyptische Reiter
Die größte Schwäche der Präsidentschaftskandidatin könnte ihr selbst zum Verhängnis werden: Bei aller Erfahrenheit tut sie sich schwer damit, die Gefahren zu erkennen, die von den eigenen Thronhelfern ausgehen.
„Ekel vor dem Proletariat“?
Über die Tendenz der Medien, einen „Grundwiderspruch“ zwischen Funktionären und „Pöbel“ zu konstruieren.
Die Nusra-Front hat sich nicht von Al-Qaeda getrennt. Nicht einmal vermeintlich.
Die Nusra-Front, ein bestimmender Akteur im Syrien-Krieg, hat sich in „Jabhat Fatah al-Sham“ umbenannt. Der syrische Al-Qaeda Ableger demonstriert damit sein Bekenntnis zur syrischen Opposition und zementiert seine Wurzeln innerhalb dieser.
Das Internet braucht Grenzen
Näher dran, schneller dabei, immer mittendrin, vernetzt und offen für laufend neue Infos, von überall her, egal von wem, bedeutet auch: betroffen sein. Selbst dann, wenn man es in Wahrheit gar nicht ist. Das Grundsicherheitsgefühl gerät ins Wanken. Zeit für neue Grenzen.
Vormoderner Bann
In Frankreich haben einzelne Medien entschieden, keine Fotos oder Namen von terroristischen Tätern zu veröffentlichen. Doch die Vorstellung, Bilder oder Texte zu bannen, um eine Gesellschaft zu beruhigen, ist falsch.
Geordneter Rückzug
Die Hysterie, die sich im Rennen um die neuesten Neuigkeiten via Twitter und Co und permanenter Eil-Meldungen mit fraglichem Nachrichtenwert alleine auf meinem kleinen Handy abspielt. Die Frage, wie man das eigentlich alles (gemeinsam) aushält. Darüber nachdenken, wie ein Versuch des «geordneten Rückzugs» aussehen könnte.
Auf Messers Schneide
Wie wir in Zukunft in unserem Land leben wollen, entscheidet sich gerade in diesen Tagen. In den Medien, in den Parteien, in uns allen.
München und die Sehnsucht, weiß zu sein
Warum flehte uns der Münchener Amokläufer an, ihn als Deutschen zu betrachten?