Links geblinkt und rechts gehetzt
Die CSU beschließt auf ihrem Parteitag einen Leitantrag zum „Politischen Islam“. Dabei kann sich die Partei nicht zwischen linker Religionsskepsis und rassistischer Attacke entscheiden. Das Ergebnis ist ein selbst für die CSU bemerkenswert aggressiver anti-islamischer Leitantrag. Eine Analyse.
Avantgardistischer Konservatismus: Alles ist durcheinander geraten.
Mit Manufactum fing es an. Dann besetzten die Holzfäller-Hipster in Neukölln, Williamsburg und Portland die progressive Rückbesinnung auf die Tradition. Sie brachten uns Single Origin-Cold Brew-Coffee, Paleo und zwiegenähte Rindlederfilzstiefel fürs Urban Gardening. Ist konservativ das neue Progressiv? Und umgekehrt?
Ein halbes Adieu
Fabio Reinhardt war das erste Mitglied der Piratenpartei an einem Redepult in einem Landesparlament. Heute endet die Legislatur des Berliner Abgeordnetenhauses. Als gesellschaftlich relevante Kraft ist die einstige Politiksensation verschwunden. Wie kam es dazu? Ein persönliches Resümee.
Die Globale Klasse – Eine andere Welt ist möglich. Aber als Drohung.
Der Abgrund, der sich zwischen „besorgten Bürgern“ und der Restgesellschaft auftut, ist mehr von kulturellen als von sozioökonomischen Faktoren getrieben.
Entfesselung des Volksempfindens
Natürlich muss die Demokratie partizipativer und interaktiver werden. Doch es braucht ethisch-moralische Leitlinien. Sonst zerlegt die Gesellschaft sich selbst. Was als egalitär daher kommt, kann auch demokratieblind sein.
Gauck-Nachfolge: Die SPD in Merkels Hand
Die Ausgangssituation für die Bundesversammlung hat sich grundlegend verändert. Die schwarz-grüne Option ist passé. Und ausgerechnet Horst Seehofer könnte zum Paten eines rot-rot-grünen Kandidaten werden: Navid Kermani.
Lammert als Bundespräsident? Bloß nicht!
Kommentar: Warum sich Christian Humborg keinen Bundespräsidenten Lammert wünscht.
Ein Blick in die USA ist ein Blick in unsere Zukunft.
Überall höre ich kopfschüttelnde tstststs-Betrachtungen über „Die Amerikaner“ und wie es denn möglich sei, dass Trump überhaupt noch im Rennen undsoweiterundsofort. Das sind erstaunlich anmaßende Kommentare, wenn man einem Volk angehört, das Adolf Hitler zum Reichskanzler wählte und in Sachsen-Anhalt zu fast 25% für die AfD stimmt.
Über „unsere Wurzeln“ reden
Wir müssen über das reden, was bei uns christlich-jüdische Kultur genannt wird, über unsere „Wurzeln“ in Europa. Wir müssen das tun, weil die Debatte über diese Dinge ihren „unschuldigen“ Charakter verloren hat. Eine europaweite rechte Bewegung ist dabei, sich des Themas zu bemächtigen.