Klaus Vater 19.04.16

Die große Maschine würde weinen.

Seit Wochen rollen die Erdbeben-Wellen wegen des Falles Böhmermann durchs Land – wegen der sogenannten „Causa Böhmermann“. In deren Windschatten hat das Rechercheteam „Altersarmut“ des WDR eine Rentendebatte entfacht. Doch statt blindem Alarmismus täten nüchterne Fakten und Lösungsvorschläge gut.

Sergey Lagodinsky 17.04.16

Kein Majestätseinspruch! Oder: Warum die Position der Regierung richtig war

Die Causa Böhmermann ist Vorbote einer Zukunft, in der Autokraten verstärkt versuchen werden, uns mit den eigenen rechtsstaatlichen Mitteln zu schlagen. Haltung bewahren und das tun, was wir als Demokratie am besten tun: Das geltende Recht konsequent anwenden und das zukünftige Recht konsequent verbessern. Das ist die größte Rache an allen Autokraten der Welt.

Leonard Novy 13.04.16

Ganz unten – Auf der Suche nach dem verlorenen Ethos der SPD

Die SPD kommt nicht aus dem Umfragekeller. Das ist ungerecht, aber wenig überraschend. Es fehlt ein übergeordnetes Framing, das emotionalisiert, mobilisiert und aus vielen Einzelmaßnahmen erst ein konsistentes Ganzes macht. Dabei verfügt die Partei eigentlich über Werte und Zielvorstellungen, die mehr sind als abstrakte, zusammenhanglose Politslogans. Daraus ließe sich etwas machen.

Andreas Scheuermann 10.04.16

Die Jugend ist schlecht – «Generation Y»

In der Neuen Zürcher Zeitung hat Milosz Matuschek seiner ganzen Enttäuschung über Mittelmäßigkeit, Oberflächlichkeit und Künstlichkeit der „Generation Y» Luft gemacht. Doch sein Zorn richtet sich gegen die Falschen.

Lars Hauch 04.04.16

Eine Stadt lehnt sich auf — Maarat al-Numans Bewohner opponieren gegen Al-Qaeda Ableger

Der von Russland und den USA vermittelte „Waffenstillstand“ ist zwar brüchig, hat aber vorerst zu einem signifikanten Rückgang der Gewalt in Syrien geführt. Zwar geht damit bislang kein erkennbarer politischer Prozess einher, doch die syrische Zivilgesellschaft wird wieder sichtbar – indem sie sich den Jihadisten entgegenstellt.

Elisabeth Wehling 31.03.16

Wie der „Flüchtling“ unser unbewusstes Denken steuert

Flüchtlingskrise, Flüchtlingserstaufnahmestelle. Flüchtlingskontingente. Der Begriff „Flüchtlinge“ ist in aller Munde – und aus Sicht der kognitiven Linguistik ziemlich problematisch.

Pia Ziefle 30.03.16

Wir müssen mehr schweigen

Wie soll man umgehen mit dem aggressiven Auftreten von AfD und „besorgten Bürgern”? Helfen Nichtbeachtung und empörte Abgrenzung? Blinde Aufregung über Schießbefehle und abweichende Vorstellungen von Demokratie? Nein – wir müssen mehr schweigen.

Jan Schenkenberger 29.03.16

Pegida ist kein Sonderfall: Sachsen und die rechte europäische Identität

Vermeintlich spezifisch ostdeutsche Perspektiven, die Angst vor dem Fremden und die Skepsis gegenüber der EU, sind in Wahrheit Bestandteil europäischer Diskurse. Doch schließt ein Ja zu einem offenen, vereintem Europa, zur Aufnahme von Flüchtlingen ein Bekenntnis zu unseren kulturellen Werten aus? Für Jan Schenkenberger ist gerade die Kombination zwischen den Werten der Aufklärung und Mitmenschlichkeit der Kern der europäischen Idee.

Itai Anghel 24.03.16

An der Front: Europäer im Kampf gegen ISIS

Hunderte Freiwillige aus Europa kämpfen mit den Kurden gegen ISIS. Nach den Brüsseler Anschlägen dürften es mehr werden. Der Journalist Itai Anghel hat sie besucht. Handelt es sich um wohlstandssaturierte Verrückte auf der Suche nach dem besonderen Kick oder eine moderne Form der Internationalen Brigaden?

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