Wider die Ideologie der Beschäftigung
Anstatt zu überlegen, wie wir Arbeit so organisieren, damit mit dem geringsten Aufwand und zum Wohle aller produziert wird, hängen wir einer Ideologie der Beschäftigung an, sagt Michael Hirsch. Ein Gespräch über den Deutungskampf über Arbeit und die Krise der Arbeitsgesellschaft – und über die Frage, wann auf der politischen Linken begriffen wird, dass es auch «ihre Leute» sind, Arbeiter, Prekäre, Arbeitslose, die nach rechts abdriften.
Medien in der Krise. Ratlosigkeit als Betriebssystem
Die Suche nach Orientierung und Halt nimmt zu. Die Überforderung des Einzelnen wird an einem Abend wie gestern, kurz nach den ersten Meldungen zum „Putsch-Versuch“ in der Türkei, zumindest durch die Medien nicht abgefangen. Eher bestimmt die Überforderung ihr Verhalten und ihre Rituale selbst.
Pokémon Stop
Welche Implikation ergibt sich aus dem Fakt, dass das Handeln von weltweit über 20 Millionen Usern per unsichtbarem Joystick aus dem Off gesteuert wird? Können wir noch ‚Stop‘ sagen oder verhallt der Ruf in den Innovationspalästen des Silicon Valley? 12 Fragen.
Die Verheißungen des 14. Juli
Die Bergung des Flüchtlingsschiffes mit 675 Toten, die Reaktionen auf die Ankündigung eines Politikwechsels durch Theresa May und der Anschlag in Nizza: Alle drei Nachrichten am gestrigen französischen Nationalfeiertag berührten letztlich die seit 1789 propagierte Losung: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.
Journalismus ist keine Technologie
In der aktuellen Debatte über die Zukunft des Journalismus dreht sich zumeist alles um Technik und Ökonomie. Jenseits dessen sprießen jedoch inhaltliche Reformansätze, die gesellschaftspolitischere Ansätze einfordern.
Zweiteilung der Wahrnehmung
Notpopulismus ohne böse Absicht: Die objektiven Wirkungsgrenzen journalistischer Aufklärung kommen in der Analyse des qualitätsjournalistischen modus vivendi oft zu kurz.
Wenn der Front National die verbliebene Arbeiterschaft übernimmt
Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“.
Normative Ausgrenzung. Eine Widerrede zur Kritik der „Animationsarbeit“
Die Medienkrise ist ein komplexes Geschehen aus der Nichtübereinstimmung von Publikumserwartungen und medialen Leistungen, aus schiefer Wahrnehmung auch beim Publikum, aus journalistischer Unfähigkeit zum konstruktiven Dialog, aber auch aus ideologischer Stimmungsmache und einem veränderten, polarisierten gesellschaftlichen Klima. Arlt und Storz kämpfen aus Sicht von Volker Lilienthal die falschen Schlachten.
Die Journalismus-Krise ist eine Krise seiner Umwelt
Gedanken zu Vertrauensverlust, Qualität, Unabhängigkeit und möglichen Entwicklungsrichtungen.