„Partei der Mitte“: Der Chancentod der CDU
Nur noch 33 Prozent würden heute die Union wählen, kaum mehr als nach der Parteispendenaffäre 2000. Ein halbes Jahr vor dem Urnengang 2005 lag sie dagegen noch bei 43 Prozent. Die CDU steckt als „Partei der Mitte“ in der „No–Name-Falle“. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern die Summe der Individualinteressen, durch eine dicke Klammer zusammengehalten, können ihre Wahlchancen verbessern.
«Der Online-Journalismus wird überschätzt»
Journalisten haben ihre Leser vergessen, über ihre Verhältnisse gelebt und Probleme mit Politikern, die nur noch als PR-Figuren auftreten. Das sagt der Pulitzer-Preisträger Walter Pincus. Und meint dennoch: Die Zeitung wird überleben.
Politik am Katzentisch der feinen Leute
Da war doch mal was. So Politiker, die sehr laut und indezent sagten, dass die Bankenwelt unbedingt striktere Regeln bräuchte, dass sie jetzt aufräumen würden mit überzogenen Boni und riskanten Geschäften. Passiert ist eigentlich nichts.
«Keine Gebühr den Privaten»
Der neue ARD-Vorsitzende Boudgoust spricht sich im Tauziehen um ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender gegen Proporzdenken und eine Dominanz der Politik in öffentlich-rechtlichen Sendern aus.
Obamas Baisse
Der Aktienmarkt gibt der neuen amerikanischen Regierung miese Noten. Denn die Aktionen der Führungsmannschaft unter Barack Obama werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten.
Wahlcomputer-Urteil: Online-Wahlen rücken damit in weite Ferne
Die Nedap-Wahlcomputer vom Typ ESD1 und ESD2 haben sich am vergangenen Dienstag in die Verfassungsgeschichte der Wahltechnik eingeschrieben. Mit dem Urteil aus Karlsruhe wird die Nutzung von elektronischen Wahlgeräten eine Zukunft haben – die Umsetzung von Online-Wahlen wird durch das Urteil aber erheblich erschwert.
Adrett, charmant, schneidig, nichtssagend
Noch vor einem Monat war er ein Unbekannter. Jetzt ist Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg einer der populärsten Ressortchefs in Berlin. Wie hat der Mann das in so kurzer Zeit nur geschafft?
Meine Schulden, deine Schulden
Die Auswirkungen der Finanzkrise haben ein paar Erkenntnisse über die Europäische Währungsunion nach oben gespült, die lange verdrängt worden sind. Wer in Deutschland glaubt, die griechischen Schulden gingen ihn nichts an, ist auf dem Holzweg.
«Ich verlange sehr viel»
Hartmut Ostrowski, Vorstandschef von Bertelsmann, spricht im Interview mit manager magazin über die Unruhen bei Gruner + Jahr, den Umbau des Medienmultis inmitten der Wirtschaftskrise und seinen kantigen Führungsstil.