Hamlet regiert die Welt
Die Politik spielt Krisentheater und zaudert. Dabei sind Verstaatlichungen und große Pleiten unvermeidlich. Für allzu viel Rücksicht auf Aktionäre, Gläubiger und Management ist die Zeit nicht da – sie läuft davon.
Land stiller Abschiede
Die Wahl von Barack Obama ist das Schlimmste, was den deutschen Politikern passieren konnte. Der amerikanische Präsident greift sie nicht an. Er überzieht sie nicht mit Forderungen.
Angriff auf das ZDF
Im Streit um die Vertragsverlängerung des ZDF-Chefredakteurs Brender wird der Journalismus vollends zum Beute- und Kompromissobjekt politischer Parteien. Das Vorgehen von Roland Koch, der Brenders Ablösung will, zielt auf nichts anderes als eine Entmündigung der Öffentlichkeit.
Obamas Befreiungsschläge
Wie gebannt blickt die Welt auf die gigantisch anmutenden Anstrengungen Barack Obamas, der Finanzkrise Herr zu werden – das Bewusstsein steigt, die US-Krise und die Weltfinanzkrise sind identisch.
Geld raus, Geld rein. Staatliches Krisenmanagement als Münchhausen-Politik
Die Notenbanken in den USA, Großbritannien und Japan gehen in die Offensive: Sie drucken frisches Geld. Die Europäische Zentralbank wird bald folgen (müssen).
Irgendwie dagegen
Wege aus der Krise: Muss es erst so richtig schlimm kommen, bevor es besser werden kann? Attac-Anhänger treffen sich zur Kapitalismuskritik in Berlin und feiern die Ratlosigkeit.
Dreistufiger Unsinn: Die Drei-Stufen-Tests gefährden die Glaubwürdigkeit der Medienaufsicht
Mit den ersten Drei-Stufen-Tests zeigt die ARD streberhaft-vorlaut, welch absurder Verwaltungsaufwand von ihr verlangt wird und zu welchen pseudo-wissenschaftlichen Mitteln sie greifen muss, um die Forderungen des 12. Rundfunkstaatsvertrags zu erfüllen. Warum steht niemand auf und sagt, dass Drei-Stufen-Test in dieser Form Unsinn sind? Das Mediensystem in Deutschland braucht eine einheitliche, externe Aufsicht.
Der Zwitscherer ohne Geschäftsmodell
Twitter ist der neue Liebling der Internetbranche. Das Unternehmen beschäftigt zwar nur 29 Angestellte und verdient kein Geld. Dennoch ist die Firma ein Hit. Und Gründer Evan Williams ein Star der Internetszene.
Blogger im politischen Diskurs
Dr. Jan Schmidt vom Hans-Bredow-Institut über politische Blogger, den Professionalisierungsgrad der deutschen Blogosphäre und die Rolle von Weblogs im Wahlkampf 2009.