Köhlers Rede: Diskussionsstoff ohne Einbettungsfunktion
Horst Köhler hat gestern eine Rede gehalten, die besser und reicher an Deutungsangeboten war als man erwarten konnte. Doch er blieb in den klassischen Mustern der politischen Rhetorik verhaftet. Die Chance, seine Rede nachträglich als Video in voller Länge und auch eingebettet zu verbreiten, vertut Köhler. Auch einen Feedback-Kanal gibt es nicht. Er ist so gesehen noch ein TV-Präsident, der das Interesse am Neuen und an Bürgerbeteiligung eher plakativ vor sich her trägt.
The case for charging to read WSJ.Com
Der ehemalige Managing Director des WSJ Online, Bill Grueskin, über Paid-Content-Modelle im Internet, warum das Wall Street Journal am Bezahlmodus
festgehalten hat und warum er hier auch funktioniert.
Aus Schaden klüger werden
Schon vor fast neun Jahren hatte Horst Köhler versucht, die größten Wirtschaftsmächte dazu zu bringen, ihre Finanzsektoren und deren Produkte zu überprüfen. Doch er scheiterte am fehlenden Willen der Regierungen – eine Ironie der Geschichte.
Beerdigte Köhler gerade die Soziale Marktwirtschaft?
Interessante Ansprache, die der Herr Bundespräsident da gerade in Berlin gehalten hat. Das übliche Gerede von Moral und Regeln und den bösen Märkten will ich hier erst gar nicht kommentieren, weil um nichts anderes drehte sich der gestrige Beitrag.
Open Excess: Der Heidelberger Appell
Verleger und Autoren wehren sich auf Initiative des Heidelberger Professors Roland Reuß gegen eine «Enteignung» durch Google und Open Access. Ihre Argumentation ist haarsträubend, voller Fehler und gefährlich.
Morgen, Kabinett, wirds was geben
Morgen wird Ursula von der Leyen einen Gesetzesentwurf zum Thema Internetsperre für Kinderpornographie im Kabinett einbringen. Es ist davon auszugehen, dass dieser durchgewunken wird. Der Kampf gegen Kinderpornographie wird aber faktisch wohl eher verlangsamt.
Can Geithner’s public-private partnership get it done?
Edward Harrison über vier Erfolgsfaktoren für Barack Obama und warum er dem Rettungspaket von Timothy Geithner nur mäßige Erfolgsaussichten zuspricht.
«Die Glaubwürdigkeit der Freiheit»
In seiner Berliner Rede bezeichnet Bundespräsident Horst Köhler die Wirtschafts- und Finanzkrise als «Bewährungsprobe für die Demokratie» – die Rede im Wortlaut.
Die Moral und die Krise
Angela Merkel machte es der Nation bei Anne Will vor: In der Krise nimmt der Mensch gern Zuflucht bei der Metaphysik der Moral. Doch in unserem Verständnis der Krise und ihrer Ursachen kommen wir auf diese Art kein bisschen weiter, meint Blogger Thomas Strobl.