Koalitionsverhandlungen: Wo bleibt die digitale Anreicherung? Wo bleibt Twitter? Wo bleiben die Blogs?
Die Koalitionsverhandlungen wären ein ideales Testfeld, um politische Alltagsroutinen auch nach dem Wahlkampf digital anzureichern: Kontinuierliche Tweets zum Verhandlungsgeschehen und allabendliche Blogeinträge von den Verhandlungsführern könnten die Spekulationswut der Hauptstadtmedien angenehm konterkarieren. Obama hat das alles vorgemacht. Hierzulande kämpft nur noch @westerwave gegen einen typisch deutschen Offline-Herbst.
Die Mitte will Mitte-Links
Wer eine realistische Erwartung an Schwarz-Gelb entwickeln will, muss drei Bündel von Erwägungen unterscheiden: die politische Tektonik, die Taktik und erst dann das Tagesgeschäft. Die Wähler haben Mitte–Rechts gewählt, um eine Mitte-Links-Politik zu bekommen.
FTC regulates our speech
The FTC assumes – as media people do – that the internet is a medium. It’s not. It’s a place where people talk. Jeff Jarvis | Buzzmaschine
An der Flüchtigkeitsfront
Wir leben in merkwürdigen Zeiten: Zeitungen werden durch zu viel Liebe zerstört, die Kulturflatrate ist längst da und der Kommunismus könnte mit digitaler Hilfe doch noch siegen.
Steinbrücks Suada
Vorwürfe und Schuldzuweisungen: In der Sitzung des SPD-Parteivorstandes am Montag brachen alte Gräben auf. Bei der Nominierung der künftigen Führung kam es zu „konfusen“ Ergebnissen, die den Zustand der Partei widerspiegeln. FAZ | Günter Bannas
Ungeheure Digitalisierung
Während sich also die Interessengruppen in Stellung bringen, haben die Nutzer das Nachsehen und erhalten auf absehbare Zeit keinen Zugriff auf den praktischen Wissensfundus, der die Recherche erleichtert.
Elend des Pragmatismus
Die neue Parteiführung ist nur in einer Hinsicht wichtig: Lässt sie eine offene Debatte zu oder nicht? Das wird erst einmal Chaos bedeuten und als Führungsschwäche interpretiert werden. Aber nur so kann die SPD revitalisiert werden.
Ein Projekt für Schwarz-Gelb: die Aufstiegsgesellschaft
Der neuen schwarz-gelben Koalition fehlt es bislang an einem politischen Leitgedanken. Sie müsste auf Bildung setzen und sich «Aufstieg für alle» auf die Fahnen schreiben.
Micropayments im Online-Journalismus: Kostenfalle Einzelverkauf
Der Einzelverkauf von Artikeln gilt vielen Zeitungsverlagen als praktikables Online-Geschäftsmodell. Doch damit droht die Kostenfalle, denn das Bündelprodukt «Zeitung» wird im Netz aufgeschnürt. Was fehlt, ist die Frage: Was ist der Vorteil für den Leser?